Und jetzt: Champagner!

Schluss. Wie: Schluss? Ja: Schluss! Die sechshundertsechsundsechzigste Folge dieser Kolumne ist die letzte. Omnia tempus habent. Alles hat seine Zeit. Ich nicht. Ich habe keine Zeit mehr, jedenfalls nicht für diese Kolumne. Neue, andere Aufgaben im Management und so.

Nur ab und zu mal, wenn sich doch ein Zeitfensterchen öffnet? Nö. Kolumne bedeutet, klassisch: in einem eigenen Sound (der wäre vorhanden), an einem festen Platz (der wäre vorhanden), in einem bestimmten Rhythmus (der wäre weg). Und deshalb: Schluss.

Fünfzehn Jahre Forum: Zehntausende Mails, Tausende Briefe, Hunderte Telefonate, ungezählte Begegnungen im richtigen Leben. War schön mit Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser! Wir haben zusammen gelacht und geweint, geforscht und geschimpft, gestritten und gelitten. Wie das so ist. Die einen lieben dich, die anderen hassen dich. Alles dabei: Lob und Tadel, Heiratsanträge und Morddrohungen …

Tempora mutantur, nos et mutamur in illis. Die Zeiten ändern sich, und wir ändern uns in ihnen. Ich habe viel von Ihnen gelernt, danke für Ihre Treue! Eine finale Aufgabe habe ich noch für Sie. Es ist anscheinend niemandem aufgefallen, hihi, nicht einmal den Edelfans, hehe, die sagen, sie hätten sämtliche sechshundertfünfundsechzig Texte gelesen: die Sache mit dem Akrostichon. Dem … was?!

Es ist nämlich so: Die Anfangsbuchstaben, die Initialen der Kolumnen aneinandergereiht bilden lateinische Wörter oder Sinnsprüche. Diesmal ist es ein „S“, beim letzten Mal war es ein „I“, davor ein „N“, davor ein „I“, davor ein „F“, ergibt zusammengesetzt und umgedreht: Finis (auf Deutsch: Ende).

Jetzt sind Sie dran: Wer es als Erste/Erster schafft, mir eine der versteckten Botschaften zu nennen, bekommt von mir eine Flasche Champagner: Veuve Clicquot, vom verehrten Wilhelm Busch als „Witwe Klicko“ verewigt. Wir werden, wenn Sie möchten und die Pandemie es erlaubt, gemeinsam anstoßen und über Weltgeist und Zeitgeist plaudern.

Teilnahmebedingungen: keine. Wer will, der kann. Noch ein Tipp für Nerds: Das Rätsel lässt sich nur mit den Anfangsbuchstaben der gedruckten Kolumne lösen, nicht digital – tut mir leid, ein altmodischer, analoger Scherz. Allerletzter Hinweis: „Finis“ ist bloß ein Wort, zählt nicht!

Puh, klingt kompliziert, ist kompliziert. So ist es halt mit mir. Spielen Sie das Spiel, viel Spaß!

Und wenn Sie ansonsten etwas loswerden und mir sagen wollen: bitte schön – ich bin ja nicht aus der Welt.

Bleiben Sie munter!

Peter Reinhart

Stellvertretender Chefredakteur