Wo eins nur wichtig ist

Mosel! Musik! Festival! Es geht wieder los. Ich gehe hin – und denke über heimat/en nach:

Stöbern im Programm des Mosel Musikfestivals, das am Wochenende beginnt. Wunderbare Stimmen, wunderbare Orchester. Sänger und Musiker, die schon Stars sind, Sänger und Musiker, die womöglich demnächst Stars sein werden. Von der Mosel, vom Ende der Seidenstraße, vom Kap der Guten Hoffnung. Klassik und Jazz, Swing und Hip-Hop, Volkslieder. Fantastische Spielorte in der Region: Kirchen, Säle, Plätze, Weingüter,  Landhäuser. Und …

Ich freue mich darauf!

Das Stöbern im Programm (digital: www.moselmusikfestival.de) macht Laune. So viele Denkanstöße, so viele Querverbindungen, so viele Assoziationen. Manchmal genügt ein Wort wie: heimat/en. Das Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz überstrahlt auch das Mosel Musikfestival: heimat/en. Singular und/oder Plural? Wen oder was trennt der Schrägstrich? Modisch kleingeschrieben, ein neues Verb?

Heimat, was ist das, was meint das? Für jeden etwas anderes. Land, Gegend, Haus, Zeit, Gefühl, Identität, Herkunft, Hinkunft, Heimweh, Sehnsucht, Verwurzelung, Entwurzelung … ein ambivalenter Begriff, positiv besetzt für die einen, vorgestrig-verschwiemelt für die anderen. Meine Lieblingsdefinition stammt von Udo Lindenberg: „Heimat ist einfach da, wo du Freunde hast, egal, wo du herkommst, wo eins nur wichtig ist: dass du ’n guter Kumpel bist“ (aus dem Song „Ali“ vom Album „Udopia“, 1981).

Vielleicht, liebe Leser, sehen wir uns bei dem einen oder anderen Konzert, in der/den heimat/en …

Herzliche Grüße!

Peter Reinhart

Stellvertretender Chefredakteur

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