Das XY-Rätsel und die Todeslinie

„Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ (Murphys Gesetz)

Irre! Unglaublich! Solche Fehler! Immer dasselbe: Irgendwas läuft schief, irgendwer baut Mist, und keiner weiß warum, wieso, weshalb. Immer dasselbe: Irgendeiner muss es den Leuten erklären, das Unerklärliche. Also, pack ma’s:

Warum gab es am Dienstag keine Gewinnquoten im Volksfreund, fragt Norbert Brauner. Stattdessen: eine Liste von Xen und Ys, die sich liest wie das Ergebnis einer Analyse von Chromosomen unter dem konfokalen Laser-Scanning-Mikroskop. Mit diesen „Zahlen“, meint Herr Brauner, kann niemand auch nur auf den kleinsten Lottogewinn hoffen, so etwas darf doch nicht passieren!

Stimmt. Und passiert dennoch. Unter Stress. Aus Schusseligkeit. Leider, leider hat jemand nicht aufgepasst und in der Redaktion in Trier den Knopf gedrückt, bevor die Platzhalter (X, Y) von der Redaktion in Saarbrücken, die das produziert, ausgetauscht worden waren. Minuten vor der Deadline (Todeslinie), wie der letzte Termin für die Ablieferung der Zeitungsseiten an die Druckerei genannt wird. Entschuldigung!

Immer dasselbe: Der Mensch an sich ist fehlerhaft, und die Maschinen, auf die der Mensch sich verlässt, ebenfalls. Kommt mir bekannt vor. Habe ich sicher schon mal geschrieben. Weil es so ist: Niemand ist vollkommen, niemand ist unfehlbar. Kein Papst, kein Kaiser, kein Nobelpreisträger, nicht einmal der Autor dieser Zeilen …

Nächstes Thema, anonyme Post:  Och nö, „Doc Holliday“, auf Ihre Reichsbürger-Bambule habe ich jetzt echt keine Lust … und auf die Links-Rechts-Ausleger von Ihnen, „Maximilien de Robespierre“ (sind Sie nicht längst tot, Monsieur?), auch nicht.

Bloß weg, Flucht in die Philosophie: Schöne Worte sind nicht immer wahr, wahre Worte sind nicht immer schön. Hat ein großer Denker gesagt, dieser Chinese, wie heißt er gleich? Moment, war „Spruch des Tages“ neulich im Volksfreund. Mal nachschlagen, sein Name ist: Latose.

Äh, wie bitte? Latose? Soll wohl Lao-Tse heißen, vermutet Anna Peters aus Bleialf, eine eifrige Leserin, die sich öfters bei Reporter Fritz-Peter Linden in Prüm meldet. Der  geschätzte Kollege berichtet, er stehe stets stramm und höre brav zu, was Frau Peters erzählt, denn sie lese mit Mitte achtzig (merkt man nicht!) täglich treu – und vor allem ganz und genau – die Zeitung. Und entdecke dabei die dollsten Dinge. Wunderbar, gefällt mir! Fortsetzung folgt …

Herzliche Grüße!

Peter Reinhart

Stellvertretender Chefredakteur

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