Die Vergänglichkeit des großen Rums

Niemand ist vollkommen, niemand ist unfehlbar. Kein Papst, kein Kaiser, kein Nobelpreisträger, nicht einmal, ähem, der Autor dieser Zeilen. In der Textproduktion widerfahren uns Unvollkommenen und Fehlbaren die wunderlichsten Malheurs! Wie schnell ist ein Buchstabe verdreht, verschluckt, versemmelt – und keiner merkt’s, trotz Kontrollen und Kontrollen und Kontrollen. Das ist ärgerlich, manchmal zum Schreien komisch.

Willkommen im Winterwunderland

Oje! Ojemine! So sieht sie also aus, die Apokalypse: lustige Flocken, die sanft vom Himmel rieseln, sich auf rätselhafte Weise zusammenballen und Deutschlands Straßen in eine furchterregende Hölle aus Schnee und Eis verwandeln. Als wären Luftlawinen niedergeprasselt, versinkt die Nation der Dichter, Denker und Autofahrer im Chaos. Jawohl: Chaos. Das Wort dröhnt uns aus allen […]

Dichtung, Wahrheit und ein toter Hund

O-Ton des jungen Goethe, nachdem sein Sturm-und-Drang-Schauspiel Götz von Berlichingen zerpflückt worden war: „Schlagt ihn tot, den Hund! Er ist ein Rezensent!“ So ist das: Kritiker kritisieren – und werden kritisiert, seit alters. Beatrix Strempel meint zum Artikel „Poesie auf der Drehleiter“ (TV vom 14. November): Schon lange nicht mehr habe ich so etwas Schönes […]