Warum H.M. nervt

Hans-Jürgen Berg aus Trier hat Post bekommen. Anonym. Der Text: Leserbrief im TV: Besserwisser wie Sie haben wir unzählige! So einen Scheiß auch noch in die Zeitung zu bringen – Unglaublich. H.M.

Hans-Jürgen Berg aus Trier hat Post bekommen. Anonym. Der Text: Leserbrief im TV: Soviel Dummheit u. Stuß in die Zeitung zu bringen – Unglaublich. Sie fühlen sich so glewer das es zum Himmel stinkt! H.M.

Lieber Herr Berg,

lieber Herr Berg,

es tut mir leid, dass Sie belästigt worden sind. Wegen eines Leserbriefs. Sie, Herr Berg, haben ihn geschrieben. Sie, Herr Berg, haben nichts damit zu tun. Sie heißen bloß genauso.

Ein Flegel, der mit H.M. signiert und offenkundig an Rechtschreibschwäche leidet, hat Ihre Adressen wohl im Telefonbuch gefunden und – weil er (oder sie?) nicht wusste, wer der Autor des Leserbriefs ist – seine Pamphlete an Sie beide geschickt. Gegen anonyme Krakeeler wie H.M. lässt sich nicht viel ausrichten. Das sind, sagen Wissenschaftler, oft Menschen mit einer sadistischen und psychopathischen Persönlichkeitsstruktur. Gestörte, die nerven, bis der Arzt kommt. Meine Empfehlung: ignorieren.

Leserbriefe = Meinung der Leser, nicht Meinung der Redaktion, daher aus presserechtlichen Gründen mit Namen und Wohnort der Verfasser gezeichnet. Meist genügt das, um Missverständnisse auszuschließen.

Die exakte Anschrift ist tabu, weil die Pöbel-Quote sonst noch höher wäre. Weitere Vorkehrungen zum Schutz der Autoren gibt es leider nicht, das Restrisiko der Verwechslung bei Namensgleichheit bleibt. In den vergangenen zwölf Jahren habe ich von vier Fällen erfahren.

So ist ein Leserbriefschreiber aus Trier mal von einem Politiker angeblafft worden, weil er sich vermeintlich nicht linientreu geäußert hatte – zu Unrecht, wie sich herausstellte, es lag ein Irrtum vor. Derselbe Name, dieselbe Stadt, aber ein anderer Mann …

Herzliche Grüße!

Peter Reinhart

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