Doppelter Ärger

Gerlinde Steffgen schreibt: Guten Tag, ich bekomme immer mehr das Gefühl, die Eifelaner sind nur noch Leser 2. Klasse, da wir ständig mit zwei gleichen Artikeln in einer Ausgabe konfrontiert werden – zum Beispiel TV vom 27.4.09, Seite 10 und Seite 14 „Kein Ticket für die Talfahrt gelöst“, sowie „Mehr Platz für Fußgänger“ oder TV vom 6.5.09, Seite 20 und Seite 21 „Leserbrief zur Entlassung Klinsmann von Siegfried Skilwies, Pluwig“….. (diese Liste kann ich pro Woche mindestens um zwei Ausgaben verlängern). Glaubt der TV wirklich, die Eifelaner müssen alles zweimal lesen, bis sie es begriffen haben, oder geht es nur darum, mit Gewalt die Seiten zu füllen?? Der frühere TV, halb so umfangreich, dafür nicht jede Kleinigkeit aufbauschend, gefiel mir wesentlich besser. Vermisst habe ich in der Eifelausgabe vorletzte Woche auch Hinweise auf die bevorstehende Veranstaltung „Happy Mosel“ am 3. Mai. War das nicht wichtig genug für die Eifelausgabe oder sollte ich es vor lauter „Doppelartikeln“ überlesen haben?

Liebe Frau Steffgen,

vielen Dank für Ihre Hinweise. Da gibt es nichts zu beschönigen: Es handelt sich um gravierende Fehler, über die sich die zuständigen Redakteure genauso ärgern wie die Leser. Wie kommt’s?
In den vergangenen Jahren hat der TV die lokale Berichterstattung ausgebaut. Aus sechs Lokal-Ausgaben sind zwölf geworden: Trier, Trierer Land, Konz, Saarburg, Hochwald, Bitburg, Prüm, Daun, Gerolstein, Wittlich, Mosel und Hunsrück. Das Ziel: ganz nah bei den Lesern zu sein!
Jeder Lokalteil ist täglich acht bis zehn Seiten stark und wird mit Themen aufgemacht, die für die jeweilige Ausgabe besonders interessant sind. Meist aus dem unmittelbaren Lebensumfeld der Leser („sublokal“). Je weiter Sie nach hinten blättern, umso mehr Berichte und Fotos aus den Nachbarkreisen („lokal“) und der gesamten Region („regional“) finden Sie. Dieses Prinzip – vom Sublokalen ins Lokale ins Regionale – gilt für alle zwölf Ausgaben.
Beispiele: In der Ausgabe „Gero“ lesen Sie auf den ersten Lokal-Seiten Nachrichten aus Gerolstein, Hillesheim und von der Oberen Kyll, auf den nächsten Seiten das Wichtigste aus dem südlichen Nordrhein-Westfalen, Prüm, Ostbelgien, Daun, Bitburg, Wittlich, schließlich die Stoffe aus der erweiterten Region (Mosel, Trier, Hunsrück).
In der Ausgabe „Daun“ ist die Reihenfolge etwas anders: Erst die Meldungen aus der Stadt und VG Daun sowie Kelberg, dann der Rest des Vulkaneifelkreises, dann die Region.
In der Ausgabe „Trier“ lesen Sie erst die Themen aus der Stadt Trier, dann die aus dem Landkreis, dann das Wichtigste aus der Eifel und von der Mosel. Und so weiter.
Täglich produzieren die Blattmacher in Trier zwölf unterschiedliche Lokal-Ausgaben mit insgesamt rund 80 redaktionellen Seiten. Um die Rundum-Versorgung der Leser zu gewährleisten, werden die wichtigsten Texte und Bilder für die einzelnen Ausgaben ausgetauscht. Mal kopiert, mal neu bearbeitet, mal gekürzt, mal umgeschrieben. Dieses „Schaukeln“ der Beiträge ist ziemlich kompliziert und führt leider hin und wieder dazu, dass Dubletten ins Blatt gelangen.
Trotz aller Vorkehrungen, trotz aller Qualitätskontrollen – die Tücken der Technik lassen sich bislang nicht gänzlich ausschalten. Und wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Niemand begeht sie absichtlich.
Ein ziemlicher Fauxpas war es allerdings, dass der letzte große Vorbericht auf „Happy Mosel“ nicht in den Eifel-Ausgaben veröffentlicht worden ist. In den Tagen und Wochen zuvor waren mehrere Artikel über das Rad-Großereignis auch in Bitburg, Daun, Gerolstein und Prüm zu lesen – aber nicht der entscheidende.
Selbst wenn die Fehler-Quote insgesamt im Promille-Bereich liegt, fallen solche „Bolzen“ natürlich besonders ins Auge. Und es tröstet wenig, dass derlei in allen Medien vorkommt.
Ich lade Sie herzlich ein, sich selbst ein Bild davon zu machen, wie der Trierische Volksfreund hergestellt wird – und was wir alles tun, um die Qualität stetig zu steigern. Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich zwecks Terminabsprache bei mir.
Herzliche Grüße!
Peter Reinhart

Veröffentlicht inAllgemein

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