Danke, Mr. Auster!

Gut, dass in der Welt täglich stets so viel passiert, dass es gerade in eine Zeitung passt. Das ist ein hübscher Satz des Wiener Polemikers Karl Kraus (1874 bis 1936). Hat natürlich nie gestimmt. Vor hundert Jahren nicht, und erst recht nicht in der Jetztzeit, in der die Nachrichten pausenlos auf uns einprasseln. Es passiert immer mehr als reinpasst. Immer.

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Yalla! Yalla!

Die babylonische Sprachverwirrung im Medienzeitalter nervt manche Leser – zwei Beispiele:

Frau B. aus Morbach meint: Schreiben Sie doch nur noch auf Englisch, wir alten Leute begreifen sowieso nicht mehr, was in der Zeitung steht!

Herr H. aus Bitburg schlägt vor: Wenn ich den Volksfreund lese, muss ich viele Wörter erst mal googeln. Wie wär’s in Zukunft mit Arabisch, die Sprache ist ja stark im Kommen, dann können Sie Englisch langsam vergessen!

Liebe Frau B.,

lieber Herr H.,

Sie weisen auf ein zentrales Thema der Kommunikation hin: Verständlichkeit.

Wer will, dass seine Texte gelesen werden, muss dafür sorgen, dass die Leser das Geschriebene verstehen.

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Das Puzzle

Herr R. fragt: Warum dauert es so lange, bis mein Leserbrief veröffentlicht wird? Herr B., Herr C. und Herr H. fragen: Warum ist mein Leserbrief gekürzt worden? Herr E. fragt: Warum wird mein Leserbrief nicht abgedruckt?

Liebe Leser,

ich verstehe sehr gut, dass Sie enttäuscht sind, wenn Ihre Zuschriften gekürzt oder nicht sofort oder gar nicht veröffentlicht werden. Und ich weiß, dass Ihnen jedes Wort, das Sie geschrieben haben, wichtig ist.

Leider sind wir oft gezwungen, Sätze oder ganze Passagen abzuzwacken, damit möglichst viele Leserbriefe abgedruckt werden können. Egal, was wir unternehmen: Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, alle(s) ins Blatt hineinzupacken.

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Oma Finchens Wundertüte

Hanns-Georg Salm aus Gondenbrett schreibt: Sehr geehrte Redaktion, wissen Sie, was Ihrer Zeitung fehlt? Ein fester Platz für Informationen der Landesregierung und des Landtags aus Mainz.

Wer gegenwärtig Vorgänge, die in Mainz ihren Ursprung haben, konsequent verfolgen möchte, der muss erst einmal auf die Suche gehen. Alles, was in Mainz geschieht, steht in Ihrer Zeitung bunt gestreut zwischen anderen Meldungen, und man kann sich Weiterlesen

Finde die Fehler!

Eine Zuschrift von Georg Schmitt aus Wallscheid, ungekürzt und unredigiert im O-Ton:

Guten Tag ,

der TV wird immer teuerer – die Qualität wird immer schlechter – das gilt Ihnen Herr Marx!!! Neuer GF !!

Wenn Ihre Redakteure noch nicht eimal das kleine Einmaleins der Recherche beherrschen und den Namen

von Persönlichkeiten, wie den des Wittlicher Bürgermeisters kennen, dann haben sie ja wenigstens morgen

eine Korrektur zu erstellen und eine Kleinigkeit zum Füllen einer Seite ist schon mal gegeben.

Reichen 150 Korrekturen im Jahr, die sie machen???? müssen!!

Wichtig ist für den Fall, das sie etwas über unseren Bischof schreiben: Der heist Ackermann, nicht das sie

Ackergaul o.ä. schreiben.

Was sich Monopolisten alles erlauben können, denn nur der heimische Sportteil und die Regionalberichte, sofern

Sie richtig sind, hindern mich daran Ihr Blatt abzubestellen. Aber nicht alles ist ewig.!

Von mir aus können Sie dies auch in Ihrer Rubrik Leserbriefe veröffentlichen.

Aber das trauen ie sich ja doch nicht.

Ein ärgerlicher Leser!

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Robinson Crusoe in Häppchen

Irene Heinen aus Fell schreibt: Seit 1967 beziehen wir unsere Heimatzeitung. Ich habe mich früher immer riesig gefreut, wenn ich sofort nach dem Aufstehen meinen Fortsetzungsroman lesen durfte. Den gibt es heute nicht mehr. So viel lese ich von Krimis aus der Eifel und anderswo. Der Fortsetzungsroman aber fehlt. Dabei braucht doch nicht jeder die ausführlichen Berichte über Sport und andere Sachen!

Liebe Frau Heinen,

vielen Dank für Ihre Zeilen. Der Abschied von liebgewonnenen Gewohnheiten ist immer schmerzlich. Plötzlich fehlt etwas, das uns erfreut, verzaubert, entzückt hat. Und es ist normal, dass wir es Weiterlesen

Unterm Strich

Herbert Daufenbach aus Wittlich schreibt zum „Beamten-Neidkomplex“ (TV vom 15. September): Wieder einmal ist es Ihnen gelungen, auf die Beamtenschaft einzuschlagen, weil ja die Bevölkerung dahintersteht. Beschämend und dazu mit wenig Sachkenntnis.

Tatsache ist, dass ein Amtsinspektor – Besoldungsgruppe A9, Stufe 10 – im Jahr 2012 bei einer Weiterlesen

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Thomas Müller aus Trier schreibt: Es gibt nicht allzu viele Menschen in unserer Gesellschaft, die ihr Leben auf die Hilfe für Schwache und Bedürftige ausgerichtet haben. Neben den Berufen in den üblichen sozialen Bereichen, für die der Sozialstaat die Mittel stellt, gibt es allerdings noch eine kleine Schar von Personen, die täglich ihr unermüdliches Engagement und ihre Kreativität einsetzen, um zusätzliche Mittel in Form von Spenden und Zuwendungen für die „Verlierer“ unserer leistungsbezogenen Gesellschaft zu beschaffen. Petra Moske ist eine von jenen, die wahrlich als Vorbild dienen können.
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