Witzes Seele – wtf is das für 1 Scheiß?

In der Kürze liegt die Würze, sagen die Altvorderen. Das Sprichwort geht wahrscheinlich auf Shakespeares Tragödie Hamlet (zwischen 1601 und 1602 entstanden) zurück: „Weil Kürze denn des Witzes Seele ist, Weitschweifigkeit der Leib und äußre Zierat: Fass ich mich kurz.“

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Kopfgeburten

Frau W. schreibt: Ihre Lügen und Falschinformationen haben wir bis oben hin satt! Artikel 23 Grundgesetz aufgehoben. BRD de jure erloschen. Firma BRD ist zwangsvollstreckt. Die Militärregierung der Alliierten hat das Sagen, was in diesem Land abgeht.

 Wir fragen uns seit 1996, wie lange Sie als Propaganda-Medium die Menschen (Strohfrau, Strohmann, Personalausweisträger, Staatenlose) noch belügen, kurzum: verarschen, mit Mumpitz ablenken und verblöden.

Wer sich nicht informiert, ist der Dumme! Das trifft auf nichts besser zu als auf Menschen, die ausschließlich Fernsehen schauen, Radio hören sowie Zeitungen, Magazine und Illustrierte lesen. Diese Menschen werden über diese Medien nämlich niemals erfahren, was im hiesigen Land für ein unfassbar perverser Betrug an der Bevölkerung begangen wird. Weiterlesen

Der Weihnachtsohrwurm

Na, wo ist er Ihnen begegnet? Dieser Dings, der Santa, also, der, nun ja, der Weihnachtsohrwurm. Was denn, Sie haben sein Singen, Jauchzen und Frohlocken nicht gehört? Unmöglich!

Süßer die Glocken o du fröhliche ihr Kinderlein kommet Jingle Bells alle Jahre wieder lasst uns froh und munter sein o Tannenbaum stille Nacht heilige Nacht we wish you a merry Christmas leise rieselt der Schnee last Christmas kling Glöckchen klingelingeling.

Der Weihnachtsohrwurm kriecht aus dem Radio. Er schmachtet im Kaufhaus. Er schwebt über dem Weihnachtsmarkt, neben der Bratwurstglühweindunstwolke, und säuselt: Süßer die Glocken …

Die einen lieben den Weihnachtsohrwurm, die anderen wünschen ihn nach Jottwehdeh.

Er hat’s nicht leicht, der Weihnachtsohrwurm. Vielleicht würde er lieber in einer anderen Liga spielen. Und Shakespeare zitieren, zum Beispiel. Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage.

Hey,  Weihnachtsohrwurm, ist das nicht zu pathetisch? Sein oder Nichtsein? Geht’s noch?

An sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu. Sehr weise, Weihnachtsohrwurm. Hamlet. Aber muss das jetzt wirklich sein?

Ja, muss, sagt der Weihnachtsohrwurm. Die einen lieben mich, die anderen wünschen mich nach Jottwehdeh. Es ist immer dasselbe. Dafür, dagegen. Wäre viel schlauer, wenn die Menschen mal darüber nachdenken würden, was dazwischen ist. Das verpassen nämlich viele. Stimmt, Weihnachtsohrwurm.

Schwarz und Weiß. Arm und Reich. Groß und Klein. Dick und Doof, ähh, Dünn. Heiß und Kalt. Süß und Sauer. Richtig und Falsch. Schön und Hässlich. Oben und Unten. Hoch und Tief. Lustig und Traurig. Positiv und Negativ. Lechts und Rinks. Yin und Yang. Adam und Eva. Beatles und Stones. Ronaldo und Messi. Materie und Geist. Leben und Tod. Diesseits und Jenseits. Himmel und Hölle. Gut und Böse. Sein und Nichtsein.

Gegensätze. Die Welt ist voller Gegensätze. Dabei kann das eine nicht ohne das andere. Ohne Schwarz kein Weiß. Es lohnt sich, genau hinzuschauen, die Grautöne zu entdecken, ein bisschen toleranter, gelassener, souveräner zu sein – und sich nicht blindlings auf die eine oder andere Seite zu schlagen.

Danke, Weihnachtsohrwurm.

Ihnen eine schöne, entspannte, besinnliche Zeit! Nach den Weihnachtstagen sehen, hören, schreiben, lesen wir uns wieder.

Peter Reinhart