Urteile und Vorurteile

Cornell Bach aus Trier schreibt:

Frage: Wie verhält sich der TV zu der Richtlinie 12.1 vom Presserat? So wie ich das gelesen habe, will man weiter daran festhalten. Es stand zu lesen, dass Diebe von Smartphones in der Metternichstraße in Trier festgenommen wurden. Oder waren es wirklich Deutsche? Der Verdacht wird jedenfalls auf diese Volksgruppe gelenkt. Trier-Nord und Metternichstraße passen doch gut.

Frage: Was berichtete der TV im Januar 2015 über die erschreckenden Vorkommnisse im Hamelner Krankenhaus? Bei meiner Recherche war in den Medien nur von einer Großfamilie zu lesen. Jetzt lese ich wegen 12.1, dass es sich um eine 30-köpfige Großfamilie aus dem Libanon handelte.

Ich will es einfach nicht glauben, was hier abgeht.

Sehr geehrter Herr Bach,

weil es mal wieder um Grundsätzliches geht – Presserat, Ethik, Lügenpresse – und all das dutzendfach diskutiert worden ist, versuche ich zur Abwechslung eine historische Annäherung und versorge Sie mit ausführlichen Zitaten.

Weiterlesen

Guck mal, die olle Frieda …

Thilo Stobbe aus Manderscheid schreibt: Das Thema „Troika gegen die vier Arbeitsgemeinschaften“ auf Seite vier vom 10. September ist mit einem Foto unterlegt, welches das sinkende Einkommen künftiger Rentner in einer beschämenden Art unterstreicht. Unabhängig von der richtigen und deutlichen Hervorhebung des wichtigen Themas kann ein Rentnerpaar nicht auf unförmige Hintern reduziert werden, welche noch durch die Halbdarstellung der Personen Gewicht erlangen. Es sei denn, der TV – aber das glaube ich nicht – will Rentner generell lieber von hinten sehen und unterstreicht seine Haltung noch dramaturgisch durch die Anheftung solch eines unangemessenen und fast schon beleidigend wirkenden Fotos.

Lieber Herr Stobbe,

vielen Dank für Ihre Mail und die interessante Beobachtung. Vorweg: Die Redaktion beabsichtigt keinesfalls, Rentner zu beleidigen. Wenn Sie das so aufgefasst haben, bitte ich um Entschuldigung.

Die Aufnahme zeigt keine „unförmigen Hintern“, wie Sie es nennen, sondern die unteren Extremitäten einer Dame, die eine Tasche trägt, u Weiterlesen

Schwarze Brille, rote Brille

Jürgen Teusch aus Wittlich schreibt: Ihre Kolumne „Klare Regeln“ (TV vom 20./21. September) habe ich mit Freude gelesen. Vielleicht können Sie zu dem Thema noch anmerken, dass es sich in einer zivilisierten Welt nicht gehört, die Verfasser von Leserbriefen mit anonymer Post zu diffamieren beziehungsweise in übelster Form zu beleidigen. Mir ist das schon wiederholt passiert. Zudem bin ich der Meinung, dass die Nennung von Partei-Ämtern verpflichtend sein sollte, zumindest in Leserbriefen zum aktuellen politischen Geschehen. Es macht schon einen Unterschied, ob man durch die rote oder die schwarze Brille schaut!

Weiterlesen