Maulkörbe und Marotten

Dieter Loeding aus Badem schreibt zum Bericht über Ungereimtheiten beim Bau der Hochmoselbrücke (TV vom 4./5. Januar): Dem Artikel entnehme ich, dass das (grüne) Wirtschaftsministerium in Rheinland-Pfalz den Volksfreund aufforderte, eine entscheidende Passage aus dem Interview mit Herrn Ehses (Direktor des Landesamtes für Geologie und Bergbau) zu streichen. Herr Ehses machte hierin auf die Gefahren deutlich und führte aus, dass „… schon vor mehr als zehn Jahren darauf hingewiesen wurde, dass es sich um einen Rutschhang handelt.“

Dieser Vorfall muss doch mit Blick auf zwei Aspekte sehr nachdenklich stimmen:

a) In welchem Rechtsstaat leben wir, dass die Politik die Presse auffordert, über bestimmte, für sie nachteilige Sachverhalte nicht zu berichten?

b) Warum ist dies dem TV nur einen Nebensatz in einem längeren Beitrag wert, ohne Weiterlesen

Frei, unendlich frei …

Alexandra Leitner schreibt per E-Mail, unterzeichnet mit „enttäuschte Grüße“: Als Mensch neige ich nicht zu extremen Positionen, aber es ist offenbar Zeit, etwas zu ändern. Am 25. Mai haben Millionen Menschen weltweit gegen Monsanto protestiert, um ihren Unmut über genetisch manipulierte Lebensmittel durch diesen Großkonzern zu demonstrieren. Die Aktion (www.march-against-monsanto.com) wurde über das Internet getriggert – mit überwältigender Resonanz.

Das wahrhaft Erschütternde ist allerdings, dass die Macht dieses Konzerns offenbar so groß ist, dass weltweit – und das gilt auch für Deutschland – jede Berichterstattung in Printmedien wie in Fernsehen und Rundfunk komplett unterdrückt worden ist, und das betrifft auch den Trierischen Volksfreund.

Nirgendwo fand man einen einzigen Satz zu dieser wichtigen Aktion! Ein Skandal sondergleichen, denn das ist ein offensichtlicher Angriff auf die Pressefreiheit und zeigt, Weiterlesen

Nr. 42 oder: Vom Glück des Schreibens

Zensur! Manipulation! Unterdrückung!

Hin und wieder ereilt uns der Vorwurf, dass es mit der Pressefreiheit beim Volksfreund ja wohl nicht weit her sei. Beweis: Der überaus wichtige Leserbrief von Herrn ABC zum Thema XYZ ist nicht veröffentlicht worden. Sagt Herr ABC.

Ich antworte dann stets nach bestem Wissen und Gewissen: In dieser Zeitung darf jeder seine Meinung sagen; keine Zuschrift wird aus ideologischen oder weltanschaulichen Gründen aussortiert.

Das heißt nicht, dass alle eingereichten Beiträge automatisch Weiterlesen

Pfffffff!!!

Josef Bach aus Birresborn schreibt: Was der Pressesprecher der CSU gemacht hat, ist von Parteien und Gruppen hundertfach versucht worden.

Im Angesicht der bayerischen Landtagswahl und der Bundestagswahl wird alles vom politischen Gegner hochgeschaukelt. Wo ist denn der Heldenmut des ZDF? Hier werden Milliarden Euro des Gebührenzahlers Weiterlesen

Was Pfeifenbläser antreibt

Ein anonymer, mit Bleistift geschriebener Brief: Wie lange will der TV noch schweigen zu den schmutzigen Machenschaften des Herrn […] seit Monaten kein Cent mehr überwiesen […] von Woche zu Woche belogen und betrogen. Ich kann leider nur anonym schreiben (familiäres Umfeld).

Liebe(r) Leser(in) ohne Namen,

schade, schade: Sie wissen offenkundig etwas, was wir nicht wissen. Das zumindest entnehme ich Ihren Andeutungen. Wenn Sie Ihr Wissen mit uns teilen würden, wenigstens ein bisschen, könnten wir nachforschen und vielleicht „schmutzige Machenschaften“ aufdecken.

So haben wir nicht mehr als den vagen Verdacht, dass möglicherweise irgendwo irgendetwas mit Herrn XYZ Weiterlesen

Fegefeuer der Eitelkeiten

Walter Krug aus Trier sieht „Parteien und Medien wieder auf Treibjagd“ und schreibt: Im Fall von Herrn zu Guttenberg schlagen die Empörung, der Neid, die Böswilligkeit und das Pharisäertum in den Parteien und Medien wieder zu. Dabei finden sich in Zeitungen Anzeigen von Ghostwritern zur Abfassung von Doktorarbeiten; und es sind die Möglichkeiten bekannt, wie „verdiente“ Persönlichkeiten und Geldgebende Wirtschaftsbosse einen Doktortitel erwerben können.
Wer in der Wissenschaft tätig ist oder war, weiß, wie die Beurteilung von Doktorarbeiten auch nach wissenschaftlichen Kriterien sehr schwanken kann. Um sich diesem „Dschungelcamp“ zu entziehen, sieht
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Der kleine Prinz

Einmal im Jahr ist Bescherung, und weil dies die letzte Kolumne vor Weihnachten ist, gibt’s ein Schmankerl. Mehrmals schon habe ich berichtet, welch wundersame Zuschriften mitunter in die Redaktion flattern.
Diese Traktate gehören nach der festen Überzeugung ihrer Urheber unbedingt in die Zeitung. Weil sie, huch, brisante Informationen zur Rettung des Menschengeschlechts enthalten, wenn nicht gar des gesamten Universums.
Man muss es gesehen haben, um es nicht zu glauben: grenzenlose Hirnverzwirnung zwischen Weltgeist und Zeitgeist, zwischen Wahnsinn und Wahrheit, zwischen Fug und Unfug, zwischen Witzelsucht und Aberwitz.
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Mister X und die Gautsch-Gaudi

Ein Leser, nennen wir ihn Mister X (richtiger Name der Redaktion bekannt), schreibt: In einem Video, das bei einer Gautsch-Feier gedreht und auf volksfreund.de eingestellt worden ist, werde ich – ohne Einwilligung – gezeigt. Bitte löschen Sie das Video oder schneiden Sie die Szene heraus, in der ich zu sehen bin.
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Bin tot, ihr Pfeifen!

Diesmal andersherum: Die Fragen stellt die Chefredaktion – die Antworten geben die Leser. Ein Perspektiven-Wechsel.

Warum, so fragen wir uns, flattern reihenweise anonyme Zuschriften ins Haus? (Die drucken wir eh nicht, wissen Sie doch!).

Warum, so fragen wir uns, geifern, zetern und fluchen manche Schreiber los, als ob es kein Morgen gäbe. (Tss tss tss, das Gesetz, Sie wissen schon, beleidigende Texte bringen wir nicht!)

Warum, so fragen wir uns, liefern einige Autoren unabhlässig, naja, wunderliche Traktate und bestehen auf „unverzüglichem Abdruck“ (Sie wissen doch: keine Wahl-Parolen, keine Gebete, keine Denunziationen!).

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