Absurd

„Einen Neger wird man ja wohl noch einen Neger nennen dürfen“, erregt sich Herr B. über das „Gesocks“ aus dem Ausland, das von „der Merkel“ ins Land geholt worden ist, „alles Kriminelle und Vergewaltiger und Schmarotzer“.

Und so weiter. Ein langer handschriftlicher Brief. Die politische Korrektheit, von der die Gutmenschen ständig schwafelten, gehe ihm gehörig auf die Nerven. Aber was die „da oben“ machten, sei sowieso egal. „Danach kräht bald kein Arsch mehr.“

O weh, Herr B.,

schlimmes Pamphlet, es ist zum Würgen, und zu Ihrer Rassentheorie äußere ich mich nicht. Zwei Gründe, warum ich Ihren Schrieb dennoch aufgreife. Der eine: den Lesern (mal wieder) exemplarisch zu zeigen, wie rau, aggressiv und gehässig der Ton ist, den manche anschlagen. Der andere: die Katachrese. Die Kata… was?!

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Lieber, liebe, liebes

Frau Weißer (Name geändert) will wissen: Warum schreiben Sie eine Kolumne für Machos? Wahrscheinlich, weil Sie selbst einer sind! „Leser fragen, die Chefredaktion antwortet“ steht drüber. Es müsste heißen: „Leserinnen und Leser“ oder „LeserInnen“ – wegen der Geschlechtergerechtigkeit. Nur das Maskulinum zu verwenden, ist diskriminierend.

Liebe Frau Weißer,

lieber (?), liebe (?), liebes (?) androgyn, bigender, weibliche, Frau zu Mann (FzM), gender variabel, genderqueer, intersexuell (auch inter*), männlich, Mann zu Frau (MzF), weder noch, geschlechtslos, nicht-binär, weitere, Pangender, Pangeschlecht, trans, Weiterlesen