Vergiftete Sprache

Gibt es verbotene Wörter? Wörter, die tabu sind, zum Beispiel, weil die Nazis sie verseucht haben? Ja, gibt es, und es kommt auch auf den Zusammenhang an, in dem sie verwendet werden, auf den Kontext.

Leser A. aus Morbach schreibt, der AfD-Mann Björn Höcke verzapfe „bösartigen Mist“ und sei „zumindest teilverrückt“, aber in einem habe er doch vollkommen recht, nämlich das Holocaust-Mahnmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin ein „Denkmal der Schande“ zu nennen. Dieser Begriff sei sogar noch viel zu schwach, um auszudrücken, was die „verbrecherischen Lumpen, Massenmörder und Menschenverächter im Tausendjährigen Reich“ angerichtet haben. Weiterlesen

Empörung auf Knopfdruck

Manfred Lessel aus Irrel meint: Die Schlagwörter „unabhängig“ und vor allem „überparteilich“ sollten Sie streichen, denn das sind Sie als Tageszeitung schon lange nicht mehr. Das zeigt sich immer wieder in den Kommentaren, vor allem in denen von Werner Kolhoff. Denn dessen Meinungsartikel sind in der Regel linkslastig und allzu tendenziös. Mit kritischem Journalismus hat das nicht viel zu tun! Auch die Auswahl der Leserbriefe zu Sarrazin im TV (8. September) ist mit Sicherheit einseitig kontra Sarrazin von Ihnen vorgenommen worden. Sie spiegeln nämlich nicht die etwa 70- bis 80-prozentige Zustimmung der Bevölkerung zu Sarrazin wider.
Lieber Herr Lessel,
vielen Dank für Ihre E-Mail. Über Sarrazin ist alles gesagt, von (fast) allen. Ich will gar nicht näher auf die vulgär-darwinistischen Thesen eingehen. Erbdummheit der Muslime? Die Gene der Juden? Au weia!
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