Der Stoff, aus dem die Träume sind

Im Supermarkt, zwischen Wursttheke und Käsetheke, klopft mir ein älterer Herr auf die Schulter und sagt: Sie kennen mich nicht, aber ich kenne Sie. – Ich: Schön, Sie zu treffen. – Er: Ich kenne Sie aus  der Zeitung, das Foto, die Kolumne. – Ich: Ja, ich bin’s. – Er: Was ich schon immer mal fragen wollte: In der Welt ist unheimlich viel los, ihr Zeitungsleute braucht doch bloß abzuwarten, was geschieht, und der Rest erledigt sich von alleine, oder? – Ich: Na ja, ganz so einfach ist es nicht …

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Alles drin, alles dran

Axel Lambertz aus Fell schreibt: Ein guter Tag für die Welt, zumindest wenn man den Volksfreund liest. In der Ausgabe vom 31. Januar/1. Februar ist Gott sein Dank nichts (Schlimmes) passiert. Eine halbe Seite über einen überflüssigen Lotto-Jackpot, der schon auf Seite eins der Zeitung abgehandelt worden ist. Ferner eine viertelseitige PR-Anzeige. Dann noch die armen Probleme hirnloser Promis (Winehouse, Williams) und Nachrichten anderer „Stars“ von bedingter Relevanz. Nennen Sie bitte Ihr Blatt keine Zeitung, die Menschen in der Region angemessen mit Informationen versorgt!

Lieber Herr Lambertz,
vielen Dank für Ihre Hinweise. Ich verstehe, dass Sie manche Nachrichten für verzichtbar halten. Das geht wohl allen Menschen so. Die einen interessieren sich für Politik, die anderen für die Oper, wieder andere für Fußball, für die Schönen, Reichen und Berühmten, für die Ziehung der Lotto-Zahlen, für Sonderangebote oder Trauer-Anzeigen. In der Tageszeitung finden Sie von allem etwas: Themen, über die „man“ spricht, Wissenswertes, Neuigkeiten – kurzum: einen Spiegel des Zeitgeschehens.
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Schneisen im Dschungel

Franziska Meyer-Heck aus Gerolstein schreibt: Das Leser-Forum gefällt mir sehr gut. Ich genieße es mit großem Interesse. Nun meine Frage: In der Mitarbeiterzeitung des „Verkehrsverbundes Region Trier“ ist mir folgender Satz aufgefallen: „… wenn dann jetzt der TV wieder zu einer objektiven Berichterstattung zurückfände…“. Berichten Sie etwa nicht immer objektiv? Ich lese seit Jahrzehnten den Volksfreund im Glauben der Objektivität. Sollte ich etwa jetzt nicht mehr so vorurteilsfrei lesen können?
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