Jede Jeck is anders!

Eine Auswahl der schönsten Zuschriften zum Forum „Die Unperfekten“, zum Artikel „Der Ungleichheitsguru“ (beides TV vom 3./4. Januar) und ganz allgemein zur Fehlerkultur:

Lieber Herr Reinhart!

Der Tag ist mal wieder gerettet. Und bitte, wem habe ich das zu verdanken? Ihrer Leserin Frau Linden und Ihnen. Hätte Frau Linden sich nicht aufgeregt, wäre mir ein tolles Highlight, nämlich Ihre heutige Antwort im TV, entgangen. Es hat mir wie immer Spaß gemacht, über die – in diesem Fall gewollten – Fehler herzhaft zu lachen. Mein Tag hat dadurch jedenfalls mit absolut positiver Energie begonnen. Weiterlesen

Foul ist, wenn der Schiri pfeift

Josef Hertin aus Euskirchen schreibt: Dem Trierischen Volksfreund kann man zu seiner langen Tradition und seinem Geschäftserfolg nur gratulieren, trotz der netten Menschen, die sich an Rechtschreibfehlern aufgeilen und gerne den Oberlehrer mimen. Niemand ist vollkommen, wie Peter Reinhart von der Chefredaktion immer sagt.

Das Geheimnis des Erfolgs liegt darin, dass der Volksfreund sich mühelos den Erwartungen und der Philosophie der Leser anpasst. Mein einziger Weiterlesen

Die Wächter

Klaus Finken aus Birgel in der Eifel schreibt: Immer stelle ich fest, dass Ihre Redakteure, zum Beispiel Fritz-Peter Linden und Mario Hübner, ihre Meinung zu bestimmten Ereignissen, Artikeln äußern. Wer will schon die unmaßgebliche Meinung des Redakteurs lesen?

Hier wird die Meinung eines Einzelnen veröffentlicht, die stark tendenziell gefärbt ist. Die Äußerungen werden ohne entsprechendes Hintergrundwissen, ohne Anhörung aller Sichtweisen und ohne Kenntnis der Rechtslage veröffentlicht, um Einfluss auf die Meinungsbildung zu nehmen.

Wenn der TV als unabhängig und neutral gelten beziehungsweise werden will, sollten die Redakteure sich zurückhalten.

Lieber Herr Finken,

vielen Dank für Ihre Mail. Eine Zeitung ohne Meinungsbeiträge? Hmm, das würde bedeuten: keine Kommentare, keine Glossen, keine Theaterkritiken, keine Analysen, Weiterlesen

Der Hase mit der Schrotflinte

Klaus Lorscheider aus Rascheid im Hochwald schreibt: Manche Leserbriefe schüren meinen Frust für den ganzen Tag. Ich habe fast den Eindruck, dass gerade Herr Berens eine Anstellung als Kommentator beim TV innehat.

Sie wissen es sicherlich besser als ich, dass vor allem die permanenten Schreiber nicht umfänglich die Abonnenten Ihrer Zeitung vertreten, sondern eine Minderheit fanatischer Krakeeler. Deshalb stelle ich eine ernstgemeinte Regelung zum Schutz der Mehrheit der Leser in den Weiterlesen

Die Freiheit der Andersdenkenden

Karl-Heinz Hoffmann aus Strohn in der Eifel schreibt: Sehr geehrter Herr Reinhart, der nach den Todesanzeigen ehrlichste Zeitungsteil „Leserbriefe“ (wenn sie nicht von Journalisten getürkt werden) wird immer kleiner. Der Grund ist Ihr Unterlaufen der TV-Prinzipien (keine Veröffentlichung von anonymen Zuschriften). Sie nehmen sich das Recht heraus, diese Leserbriefe in Ihrem Kommentar ausschweifend zu besprechen (große Bilder nehmen außerdem den Briefen den Platz weg). Mit der lächerlich machenden Verteidigung der Redaktion sorgen Sie dafür, dass irgendwann niemand mehr kritische Briefe schreibt. Natürlich kann man verstehen, dass der TV auf Abonnenten, Religiöse, Parteien und die bei Ihnen Weiterlesen

Empörung auf Knopfdruck

Manfred Lessel aus Irrel meint: Die Schlagwörter „unabhängig“ und vor allem „überparteilich“ sollten Sie streichen, denn das sind Sie als Tageszeitung schon lange nicht mehr. Das zeigt sich immer wieder in den Kommentaren, vor allem in denen von Werner Kolhoff. Denn dessen Meinungsartikel sind in der Regel linkslastig und allzu tendenziös. Mit kritischem Journalismus hat das nicht viel zu tun! Auch die Auswahl der Leserbriefe zu Sarrazin im TV (8. September) ist mit Sicherheit einseitig kontra Sarrazin von Ihnen vorgenommen worden. Sie spiegeln nämlich nicht die etwa 70- bis 80-prozentige Zustimmung der Bevölkerung zu Sarrazin wider.
Lieber Herr Lessel,
vielen Dank für Ihre E-Mail. Über Sarrazin ist alles gesagt, von (fast) allen. Ich will gar nicht näher auf die vulgär-darwinistischen Thesen eingehen. Erbdummheit der Muslime? Die Gene der Juden? Au weia!
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Gedankenfreiheit

Dieter Neyses schreibt per E-Mail: Bezüglich des Tibet-Leserbriefs mit der Überschrift „Inakzeptabel“ von Li Zhu aus Trier möchte ich neben meinem Entsetzen zum haarsträubenden Inhalt vor allem mein Erstaunen zum Ausdruck bringen, dass der TV einer solchen Zuschrift ein Forum bietet. In dieser Machart wird zur Zeit hundertfach und bundesweit (und vermutlich weltweit) als Leserbrief getarnte, vom chinesischen Staat gelenkte Desinformation betrieben. Ist das jetzt einfach nur provinziell oder auch im wirtschaftlichen Interesse des TV begründet?

Lieber Herr Neyses,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Sie werfen einige interessante Fragen auf. „Serienbriefe“, „Rundschreiben“ oder „offene Briefe“, die an dutzende Adressaten verschickt werden, veröffentlichen wir nicht im TV. Ich schließe Weiterlesen