Beiträge, getaggt mit ‘Medien’

Alle Jahre wieder

Freitag, 1. Januar 2010

Ulrike Haab aus Rittersdorf schreibt: Seit vielen Jahren bin ich Abonnentin des TV und muss leider sagen, dass ich mich am 24. Dezember über die ganzseitige Ansprache des Bischofs Ackermann geärgert habe. Denn im Rahmen der Religionsfreiheit in Deutschland und auch in der Eifel und im Hunsrück, ja sogar in Trier - ich bin übrigens nichts - hätte ich es sehr begrüßt, wenn auch Vertreter anderer Religionen in der Zeitung zu Wort gekommen wären und man nicht nur der katholischen Kirche so viel Raum gegeben hätte.
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Erklären, erklären, erklären

Freitag, 27. November 2009

Erwin Michels aus Retterath schreibt zur Kinder-Nachricht „Was ist Korruption?“ (TV vom 18. November): Liebe Meinungsmacher der Presse, hier gerade die Polizei als Beispiel für Korruption und Bestechlichkeit zu benennen, finde ich mehr als geschmacklos! Gerade von Kindern soll die Polizei als Vorbild, unter anderem von Ehrlichkeit und korrektem Handeln wahrgenommen werden. Diese Vorbildfunktion zu beschädigen, kann und darf nicht Aufgabe der Presse sein.

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Der Tod der Namenlosen

Mittwoch, 9. September 2009

Fritz-Ulrich Hein schreibt per E-Mail zur Berichterstattung über die Bundeswehr in Afghanistan: Wie schaut’s denn aus, hätten die Taliban mit den Tankzügen das Deutsche Camp in die Luft gesprengt?Passend zu dem Artikel habe ich heute in den „Salzburger Nachrichten” unter folgendem Link ( http://www.salzburg.com/online/nachrichten/weltpolitik/US-Angriff-in-Pakistan-mit-mindestens-47-Tote.html?article=eGMmOI8Vdpac0b0mEqD9V7Hbxz1kCJDZS4WR3k8&img=&text=&mode=& ) lesen können, dass die USA gestern mittels Drohnen ein Taliban-Camp bombardiert haben. Warum haben Sie (der TV) heute darüber nicht berichtet?
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Das Massaker und die Medien

Freitag, 20. März 2009

Der Amoklauf von Winnenden mit 16 Toten hat tagelang die Medien und die öffentliche Diskussion beherrscht. Mehrere TV-Leser merken dazu an: Mal wird der Name des Täters gar nicht genannt, mal abgekürzt, mal komplett ausgeschrieben. Mal wird er auf Fotos unverschlüsselt gezeigt, mal mit einem schwarzen Balken oder digital gepixelt. Nach welchen Kriterien wird hier verfahren?
Stefan Kalsch aus Trier schreibt, dass er im Internet ein verwackeltes Handy-Video gesehen hat, das die letzten Minuten des Amokläufers zeigt: wie er vor einem Autohaus herumläuft, schießt und schließlich tot am Boden liegt. Der gesunde Menschenverstand und der Respekt gebietet es, solch schreckliche Bilder nicht online zu stellen, meint Herr Kalsch: Es gibt Grenzen - auch im Journalismus!

Liebe Leser,
vielen Dank für Ihre Zuschriften. Bei jedem Bericht über Verbrechen, Mord und Totschlag stellt sich die Frage: Was ist erlaubt, was ist verboten? Dürfen die Namen und Bilder von Tätern und Opfern veröffentlicht werden? Journalisten müssen stets sorgfältig abwägen. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht ist ein hohes Gut, es wird aus Artikel eins (Menschenwürde) und Artikel zwei Absatz eins (Handlungsfreiheit) des Grundgesetzes abgeleitet - auch Schwerkriminelle haben einen Anspruch darauf. Sie dürfen zum Beispiel verlangen, dass alte Geschichten nicht Jahre nach einer Verurteilung noch einmal in die Öffentlichkeit gezerrt werden.
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Vorsicht, Hoax!

Samstag, 27. Dezember 2008

Josef Wagner aus Perl schreibt zur Finanzkrise: Wie sich die Zeiten doch wiederholen. Aus den Fehlern der vergangenen Generationen haben die nachfolgenden nichts gelernt. Durch Raffgier einzelner Zeitgenossen in allen Nationen, auf Kosten der Allgemeinheit, kommt es zu Krisen, die sich in der Geschichte wiederholen. Zur Weltwirtschaftskrise vor knapp achtzig Jahren schrieb damals der deutsche Schriftsteller Kurt Tucholsky einen Text, den er 1930 in der „Weltbühne” veröffentlichte. Ein wenig Lyrik kann nie schaden:

Wenn die Börsenkurse fallen, regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.
Keck verhökern diese Knaben Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los, den sie brauchen - echt famos!
(es folgen weitere acht Vierzeiler)

Lieber Herr Wagner,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Das Gedicht ist hübsch, aber es ist nicht von Kurt Tucholsky. Seit einigen Monaten kursieren die Verse im Internet - eine Fälschung, ein sogenannter Hoax (englisch für: Jux, Scherz, Schabernack, auch: Schwindel).

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Die Partei der Leser

Freitag, 1. August 2008

Cornell Bach aus Trier schreibt: Warum geht der TV nicht mal ausführlich auf die Alpträume ein, die uns Bürger plagen? Es sind doch genug vorhanden: Politikverdrossenheit, Ausbeuterei durch den Staat, Geldverschwendung, die Sonderstellungen der Beamten und ihre Privilegien, Kriminalität, besonders durch Ausländer, die Gesetzgebung, die Justiz (Steuerhinterzieher werden härter bestraft als Vergewaltiger) und andere mehr. Haben Sie endlich den Mut und sind der Stachel im Fleisch der Politiker! Nur die Medien haben die Macht, sich als Vertreter der Bürger ins Spiel zu bringen. Oder ist Ihre Zeitung nur mit Parteisoldaten besetzt?
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