Alleyn uff gewynn und groß beschisß

Johannes Mohr aus Trier schreibt „zur Frage der Machtausübung“: Wir haben erlebt, wie eine Gewerkschaft ihr „Recht“ auf Streik ausgeübt hat, nicht nur im Kampf gegen den Arbeitgeber, sondern auch gegen eine konkurrierende Gewerkschaft. Wenn Arbeiter gegen ihren Arbeitgeber streiken, wird in der Regel nur der betroffene Betrieb lahmgelegt.

Wenn aber Lokführer und Flugzeugpiloten streiken, nehmen sie zahlreiche neutrale Personen (Pendler, Schüler und andere) in Geiselhaft und erhöhen damit erheblich das Druckpotenzial. Es gibt also Personengruppen, die aufgrund ihrer Tätigkeit eine wesentlich größere Macht ausüben können als normale Bürger. Da erhebt sich die Frage: Inwieweit ist diese Machtausübung zulässig und verantwortbar?

Zu den Gruppen mit besonderem Einfluss gehören auch die Redakteure von Zeitungen und Zeitschriften. Andere Personen können nicht mit den gleichen Mitteln antworten und sich verteidigen, wenn es vor Ort keine konkurrierende Zeitung oder Zeitschrift gibt. Ein Bericht zu einer Straftat kann durch Vermutungen und vorauseilende Unterstellungen Stimmungen erzeugen. So kann eine Kampagne entstehen, zum Beispiel beim Bischof von Limburg oder anderen Personen des öffentlichen Lebens, die Fehler begangen haben und medial ins Abseits gestellt werden. Weiterlesen