Yalla! Yalla!

Die babylonische Sprachverwirrung im Medienzeitalter nervt manche Leser – zwei Beispiele:

Frau B. aus Morbach meint: Schreiben Sie doch nur noch auf Englisch, wir alten Leute begreifen sowieso nicht mehr, was in der Zeitung steht!

Herr H. aus Bitburg schlägt vor: Wenn ich den Volksfreund lese, muss ich viele Wörter erst mal googeln. Wie wär’s in Zukunft mit Arabisch, die Sprache ist ja stark im Kommen, dann können Sie Englisch langsam vergessen!

Liebe Frau B.,

lieber Herr H.,

Sie weisen auf ein zentrales Thema der Kommunikation hin: Verständlichkeit.

Wer will, dass seine Texte gelesen werden, muss dafür sorgen, dass die Leser das Geschriebene verstehen.

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Vulgäre Vokabeln

Friedel Thierry aus Detzem schreibt: Eine Tageszeitung hat Vorbildcharakter für die Leserschaft allgemein und ganz besonders für Kinder. Wenn es in der Ausgabe vom 30. Mai auf Seite 31 unter „Nachrichten für Kinder“ heißt „Wie gehen Astronauten aufs Klo?“ (statt: auf die Toilette), ist das schon bedauerlich. Übertroffen wird dieser Missgriff jedoch noch durch den Ausdruck „H…“ anstelle „Gesäß“ (im Artikel: „muss er seinen H… festsaugen“). Im familiären Milieu durchaus akzeptabel, ist diese Ausdrucksweise gedruckt ein Ärgernis. Welch ein Armutszeugnis für die Redaktion – und wie traurig!

Lieber Herr Thierry,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Die Umgangssprache sollte in seriösen Medien wie dem TV tabu sein, völlig richtig. Das ist die Theorie. Die tägliche Praxis lehrt: Die Hüter der Hochkultur haben einen Weiterlesen