Beiträge, getaggt mit ‘Leserbriefe’

(Nicht) in eigener Sache

Freitag, 12. Februar 2010

Was geht, was geht nicht? Ein neues Kapitel aus der ewig jungen Debatte, warum manche Leserbriefe veröffentlicht werden und andere nicht. Drei Beispiele:
Christian Z. Schmitz ist Regionsgeschäftsführer des Deutschen Gewerkschafts-Bundes in Trier. Er schreibt zur Rubrik „Mensch … Frank Bsirske” vom 4. Februar: Dieter Lintz scheint zeitlich stehengeblieben zu sein, und das zeigt sich nicht nur an der Symbolik, dass er nicht mitgekriegt hat, dass es die ÖTV seit nunmehr zehn Jahren nicht mehr gibt. So sympathisch und geradlinig diese Sturheit auch erscheinen mag: Das Geschriebene wird nicht richtiger, wenn ideologische Reinkultur des Neoliberalismus bedient wird. [...]
Tobias Beck aus Nittel ist Europabeauftragter der FDP im Kreis Trier-Saarburg. Er schreibt zur Berichterstattung über vermutete Zusammenhänge zwischen der Millionen-Spende eines Großhoteliers für seine Partei und der jüngst beschlossenen Steuerermäßigung für die Hotelbranche. [...]
Egon Sommer aus Tawern, SPD-Mitglied, bis Juni 2009 lange Jahre im Gemeinderat seines Orts aktiv und nach wie vor im Verbandsgemeinderat Konz, meint, dass es mit der Unabhängigkeit und Überparteilichkeit des Volksfreunds ja nicht weit her sein könne, wenn seine Leserbriefe zum umstrittenen Thema „Golf-Park” nicht abgedruckt werden. [...]

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Vorhersehbar wie Vollmond

Freitag, 5. Februar 2010

Auszüge aus drei längeren Zuschriften: Hans-Joachim Selzer aus Bernkastel-Kues schreibt - zum wiederholten Mal - zur Finanzkrise und den Folgen; er fordert den Umbau der Volkswirtschaft nach dem sogenannten Bandbreitenmodell. Maximilian Meurer aus Wittlich äußert sich - zum wiederholten Mal - zur Partei Die Linke und warnt vor den „Postkommunisten” und ihren (angeblichen) Plänen, die Republik zu verändern. Bernd Donner aus Konz weist- zum wiederholten Mal - auf die Gefahren von Drogen und Alkohol hin.
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Bin tot, ihr Pfeifen!

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Diesmal andersherum: Die Fragen stellt die Chefredaktion - die Antworten geben die Leser. Ein Perspektiven-Wechsel.

Warum, so fragen wir uns, flattern reihenweise anonyme Zuschriften ins Haus? (Die drucken wir eh nicht, wissen Sie doch!).

Warum, so fragen wir uns, geifern, zetern und fluchen manche Schreiber los, als ob es kein Morgen gäbe. (Tss tss tss, das Gesetz, Sie wissen schon, beleidigende Texte bringen wir nicht!)

Warum, so fragen wir uns, liefern einige Autoren unabhlässig, naja, wunderliche Traktate und bestehen auf „unverzüglichem Abdruck” (Sie wissen doch: keine Wahl-Parolen, keine Gebete, keine Denunziationen!).

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Zwölf Uhr mittags

Freitag, 31. Juli 2009

Hans Meyer aus Gondorf in der Eifel schreibt: Hallo TV, ich bin auch noch da! Ich höre nicht mehr gut, ich sehe nicht mehr gut, ich humpele sehr - dennoch möchte ich noch nicht abgeschrieben werden. Ja, ich möchte auch mal in die Leserbrief-Spalten kommen!
Ich bin alt geworden (82) und nicht mehr von heut’ und morgen. Aber ich freue mich täglich auf die Zeitung, die ich sehr genau studiere. Ob Politik, Wirtschaft, Sport oder das regionale Alltagsgeschehen, alles verfolge ich noch genau. Mache mir meine eigenen Vorstellungen, bilde mein eigenes Urteil. Dabei kommen oft differenzierte Resultate heraus.
So stört mich der Kitsch der sogenannten Prominenz, deren Wehwehchen, Hochzeits- und Scheidungsrummel, oder wer mit wem hat verkehrt - ist ja nur in die Welt gesetzt der Publicity wegen. Was schert den kleinen Mann dieser Markt! Ob es notwendig ist? Es müssen möglichst viele negative Schlagzeilen her, hebt ja die Auflage der Gazette!
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Ebbe und Flut

Freitag, 19. Juni 2009

Karl-Heinz Brock aus Schleid schreibt: Am 10. Juni habe ich einen Leserbrief eingereicht. Nachdem er in der Ausgabe vom 13./14. Juni nicht gedruckt worden ist, verstärkt sich bei mir der Eindruck, dass ich auf der „Roten Liste” stehe. Ich weiß, es kommt nicht darauf an, ob Leserbriefe Kritik oder Zustimmung enthalten. Jedoch behält sich die Redaktion vor, ob sie veröffentlicht werden oder nicht.
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Keine Tabu-Themen

Freitag, 12. Juni 2009

Peter Paulus aus Thalfang schreibt: Ich habe eine Anfrage betreffend eines Leserbriefs mit dem Thema „Killerspiele” in Verbindung mit Jugendkultur, Politik und Öffentlichkeit. Ist so etwas überhaupt gewünscht, oder ist von vornherein klar, dass ein solches Thema nicht von Jugendlichen in Ihrer Zeitung beleuchtet werden soll?
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Sie haben die Wahl

Freitag, 13. Februar 2009

Mario Stapelmann aus Gerolstein schreibt: Alle sprechen von der Finanz- und Wirtschaftskrise. Ich spreche zusätzlich von einer Informationskrise! Am 7. Juni finden Kommunalwahlen statt. Themen wie Kindergarten-, Parkplatz- oder Straßenbauprojekte stehen auf der Agenda. Aber wofür stehen die Parteien und deren handelnde Personen? Wann erfahre ich etwas über die Ziele und Programme? Kurz, mir fehlt eine frühzeitige Information über die Inhalte. Ich wünsche mir, dass sich das Ringen der Politiker um uns Wähler nicht erneut darauf beschränken wird, am Wochenende vor der Stimmabgabe farbige Luftballons und Kugelschreiber vor Supermärkten und in Ortszentren zu verteilen!

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a2 + b2 = c2

Samstag, 13. Dezember 2008

Zu den Leserbriefen „Nein” und „Ja”, die kürzlich veröffentlicht worden sind, schreibt Stefan Mayer aus Trier: Auf welches Niveau hat sich der TV inzwischen herabgelassen, dass er eine Veröffentlichung von den angeblich kürzesten Leserbriefen ohne Bezug nehmenden Inhalt mit den Worten „Ja” und „Nein” preisgibt? Viele wirklich interessante Zuschriften werden nur zum Teil veröffentlicht, da sie schon im Vorfeld redaktionell selektiert werden. Da es sich hierbei noch nicht mal um Briefe handelt, erscheint mir dies unverständlich und primitiv zugleich. Davon abgesehen haben sich die Zusender auf ein ebenso niedriges Niveau herabgelassen. Wenn man wenigstens einen Ansatz von Humor erkennen würde …

Lieber Herr Mayer,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Die kürzesten Wörter, nämlich „ja” und „nein”, erfordern das meiste Nachdenken. Dieser Satz wird dem alten Griechen Pythagoras zugeschrieben, ebenso wie der andere Satz, der mit dem rechtwinkligen Dreieck und den Katheten-Quadraten und dem Hypotenusen-Quadrat, Sie wissen schon: a2 + b2 = c2. Das eine ist philosophische Weisheit, das andere exakte Wissenschaft.

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Schwarze Brille, rote Brille

Samstag, 27. September 2008

Jürgen Teusch aus Wittlich schreibt: Ihre Kolumne „Klare Regeln” (TV vom 20./21. September) habe ich mit Freude gelesen. Vielleicht können Sie zu dem Thema noch anmerken, dass es sich in einer zivilisierten Welt nicht gehört, die Verfasser von Leserbriefen mit anonymer Post zu diffamieren beziehungsweise in übelster Form zu beleidigen. Mir ist das schon wiederholt passiert. Zudem bin ich der Meinung, dass die Nennung von Partei-Ämtern verpflichtend sein sollte, zumindest in Leserbriefen zum aktuellen politischen Geschehen. Es macht schon einen Unterschied, ob man durch die rote oder die schwarze Brille schaut!

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Klare Regeln

Freitag, 19. September 2008

Hans-Joachim Stief aus Gerolstein schreibt: In einem Leserbrief (TV vom 6./7. September) beschäftigt sich Josef Bach mit Oskar Lafontaine. Die Zuschrift zeichnet sich aus durch üble Hetztiraden („Versager, Abtrünniger, Schwätzer, bei einem kurzen Augenblick der Unachtsamkeit zubeißende Schlange”) ohne jeden Sachbezug. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit diesem Leserbrief verbietet sich.
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