Homerisches Gelächter

Eberhard Hoos aus Trier zählt zu den besonders aufmerksamen Volksfreund-Lesern. Nichts entgeht seinem Adler-Auge. Seine Beobachtungen sendet er regelmäßig ein. – Vier Beispiele:

  • 18. Januar, zu einem Artikel im Lokalteil Trier über den ehedem stärksten Mann der Welt, Paul Trappen: Verehrtester, nur weil mir das Stück noch mal unter die Augen kommt – eine „Vetterin“ gibt es ja nun nicht, die weibliche Form wäre „Base“ oder „Kusine/Cousine“. Andererseits: Von einer „Namensbase“ habe Weiterlesen

Herr und Hund

Helmut Keilen aus Trier meint zur Berichterstattung über „Bo“, den Hund der Präsidenten-Familie Obama: Mein Frühstück blieb mir fast im Hals stecken bei der Lektüre des TV vom 14. April. Auf Seite 32 der Bericht „Gestatten, Bo“: 21 mal 17 Zentimeter. Was würde mich eine solche Anzeige kosten? Was bringt dem Leser diese Info? Nicht zu glauben!
Am 16. April dann auf der Titelseite: „Bo Obama zieht ein im Weißen Haus“ (11 mal 18 Zentimeter). Damit noch nicht genug: gleicher Tag, Seite 27: „First-Dog-Alarm in Berne“ (27 mal 13 Zentimeter). Womit haben die deutschen Leser das verdient? Sind wir wirklich auf den Hund gekommen? In meinem großen Bekanntenkreis sind wir einhellig der Meinung, dass diese und ähnliche Themen in die bunte Presse und nicht in diesem Umfang in eine seriöse Tageszeitung gehören. Ihre Antwort glaube ich schon zu kennen, nur weiß ich nicht, woher Sie Ihre Informationen beziehen. Fragen Sie doch einfach im TV nach Zustimmung oder Ablehnung!

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a2 + b2 = c2

Zu den Leserbriefen „Nein“ und „Ja“, die kürzlich veröffentlicht worden sind, schreibt Stefan Mayer aus Trier: Auf welches Niveau hat sich der TV inzwischen herabgelassen, dass er eine Veröffentlichung von den angeblich kürzesten Leserbriefen ohne Bezug nehmenden Inhalt mit den Worten „Ja“ und „Nein“ preisgibt? Viele wirklich interessante Zuschriften werden nur zum Teil veröffentlicht, da sie schon im Vorfeld redaktionell selektiert werden. Da es sich hierbei noch nicht mal um Briefe handelt, erscheint mir dies unverständlich und primitiv zugleich. Davon abgesehen haben sich die Zusender auf ein ebenso niedriges Niveau herabgelassen. Wenn man wenigstens einen Ansatz von Humor erkennen würde …

Lieber Herr Mayer,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Die kürzesten Wörter, nämlich „ja“ und „nein“, erfordern das meiste Nachdenken. Dieser Satz wird dem alten Griechen Pythagoras zugeschrieben, ebenso wie der andere Satz, der mit dem rechtwinkligen Dreieck und den Katheten-Quadraten und dem Hypotenusen-Quadrat, Sie wissen schon: a2 + b2 = c2. Das eine ist philosophische Weisheit, das andere exakte Wissenschaft.

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Bon appetit!

Stefan Mayer aus Trier schreibt: Vom Tortenguss zum Breiverdruss … oder wie wird eine Regionalzeitung zum Fallobst? Man nehme: reichlich Sport, eine Handvoll spektakulärer Unfälle, gewürzt mit Werbung, ein bisschen Wirtschaft und Politik aus der ganzen Welt, und zum Schluss eine leichte Prise „Lokales“. Dieses Mischungsverhältnis kann’s doch nicht sein. Zwei bis vier Seiten im Schnitt an lokalen Netto-Berichten sind einer ?100000-Einwohner-Metropole nicht würdig. Von einem „Volksfreund“ kann seit langem nicht mehr die Rede sein. „Sportsfreund“ wäre der bessere Name. Ohne diesen Anteil könnte man schon fast durch das Blattwerk hindurchschauen. Es wird Zeit, dass hier ein neuer Küchenmeister die Rezepturen überdenkt.
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Schneisen im Dschungel

Franziska Meyer-Heck aus Gerolstein schreibt: Das Leser-Forum gefällt mir sehr gut. Ich genieße es mit großem Interesse. Nun meine Frage: In der Mitarbeiterzeitung des „Verkehrsverbundes Region Trier“ ist mir folgender Satz aufgefallen: „… wenn dann jetzt der TV wieder zu einer objektiven Berichterstattung zurückfände…“. Berichten Sie etwa nicht immer objektiv? Ich lese seit Jahrzehnten den Volksfreund im Glauben der Objektivität. Sollte ich etwa jetzt nicht mehr so vorurteilsfrei lesen können?
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