Dichtung, Wahrheit und ein toter Hund

O-Ton des jungen Goethe, nachdem sein Sturm-und-Drang-Schauspiel Götz von Berlichingen zerpflückt worden war: „Schlagt ihn tot, den Hund! Er ist ein Rezensent!“ So ist das: Kritiker kritisieren – und werden kritisiert, seit alters.

Beatrix Strempel meint zum Artikel „Poesie auf der Drehleiter“ (TV vom 14. November): Schon lange nicht mehr habe ich so etwas Schönes gesehen und gehört wie diesen Abend über Hermann Hesse. Das begeisterte Publikum spendete nicht enden wollenden Applaus.

Ich war geschockt, als ich den Artikel las. Es erschien mir befremdlich, dass die Autorin Eva-Maria Reuther Begriffe wie „betulich“, „manieristisch“ oder „aufgesetztes Pathos“ für die Beschreibung dieser besonderen und feinsinnigen Rezitation verwendete.

Hat Frau Reuther mit der Künstlerin Claudia Dylla und dem Parnass Ensemble gesprochen, hat sie nachgefragt, wie die Inhalte zustande kamen? Wie lange musste alles eingeübt werden, damit es perfekt und bühnensicher darzubieten ist? Hat sie mit den vielen Besuchern darüber gesprochen, was sie  von der Vorstellung hielten? Wenn ja, was hat Frau Reuther dazu bewogen, diese harsche, unangebrachte Kritik zu schreiben? Weiterlesen

Piep, piep, piep

Thema heute? Hmm, die Auswahl ist groß: Ernst des Lebens oder Leichtigkeit des Seins? Eene, meene, muh … die Leichtigkeit des Seins hat gewonnen.

Karl-Friedrich Lentze aus Berlin schreibt an die Petitionsausschüsse der sechzehn Landesparlamente und in Kopie (auch) an den Volksfreund:

Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit fordere ich einen von Vögeln befreiten Himmel zumindest über Deutschland. Weiterlesen