Äpfel + Birnen = Obstsalat

Es ist eine Herausforderung, dieses Datendings! Dieses Zahlengedöns! Dieses Analysezeugs! Tag für Tag Dutzende von Statistiken, Tag für Tag Dutzende von Theorien, was aus diesen Statistiken abzuleiten sei, Tag für Tag Vorhersagen über die Zukunft samt Risiken und Nebenwirkungen. Immer mehr hiervon, immer weniger davon. Zahlen, Zahlen, Zahlen. Der Auftrag an Weiterlesen

Wie das so ist.

Sehr gut, schreibt Leser M., gefalle ihm der journalistische Grundsatz, neutral zu berichten und Distanz zu wahren. Immer mittendrin sein, aber nicht dazugehören. Sich nicht mit einer Sache gemeinmachen, auch nicht mit einer guten Sache. Und so weiter. Er habe jedoch gestutzt, als neulich in einer Talkshow von Betroffenheitsjournalismus die Rede gewesen sei. Was das sei, was das zu bedeuten habe?

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Rede und Gegenrede

Kann nichts schaden, ab und zu darüber nachzudenken, woher wir kommen, um zu verstehen, warum wir geworden sind, was wir sind.

Dieser Tage fiel mir ein spannendes Dokument der Rechtsgeschichte in die Hände. Vor etwas mehr als fünfzig Jahren hat das Bundesverfassungsgericht im sogenannten Spiegel-Urteil die Aufgaben des Journalismus in der Demokratie umrissen:

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Edel, hilfreich und gut

Andrea Gierenz aus Irrhausen meint zu verschiedenen Veröffentlichungen über den Vermisstenfall Tanja Gräff:

Herrn Deschunty gebührt für seinen mutigen Leserbrief (TV vom 28. Januar) Dank, Respekt und Hochachtung. Er wird sich der dienstrechtlichen Folgen seines Briefes durchaus bewusst gewesen sein, und er wird diese in Kauf genommen haben. Wenn jedoch derart beleidigende Ansichten zur Person von Herrn Deschunty auf der Titelseite veröffentlicht werden (TV vom 2. Februar), dann zweifle ich stark an der Unabhängigkeit der Zeitung. Sie haben das Niveau des Volksfreunds in meinen Augen erheblich sinken lassen. Weiterlesen

Versuch und Irrtum

Walter Ferner aus Bitburg schreibt: An der täglichen Zeitung merkt man gleich, dass der Volksfreund eine neue Druckmaschine hat, die viel mehr kann als die alte. Mir fällt nämlich auf, dass mehr und mehr Fotos von allen möglichen Festen oder sonstigen Angelegenheiten in die Zeitung gepackt werden. Vielleicht gefällt das vielen Abonnenten, auf alle Fälle werden mit den großformatigen Fotos die Seiten schneller voll, ohne viel Information abzugeben.

Was mich aber mehr noch bewegt ist die Art, wie die TV-Redakteure Berichte mit reißerischen Überschriften verfassen, wie sie sonst in der Zeitung mit den großen Buchstaben zu lesen sind. So steht in der Volksfreund-Ausgabe vom 15. Oktober auf der Eifel-Seite: „Toter Keiler bleibt am Straßenrand liegen.“ Ein Farbfoto zeigt ein totes Wildschwein am Straßenrand. Ein Frischling, soweit in Ordnung. Aber liest man den Bericht, ergibt sich ein total anderes Bild. Ein Autofahrer hat ein Wildschwein gerammt und „durch die Wucht des Aufpralls wird der 80 Kilo schwere Keiler mehr als 20 Meter durch die Luft geschleudert und landet auf einem privaten Acker, wo er sein Leben aushaucht.“ Was ist nun wahr, Frischling am Straßenrand (Foto) oder Keiler auf dem Acker (Text)? Hat der Volksfreund diese Art der Information nötig? Weiterlesen

Unstillbare Neugier

Margarete Welle schreibt:

Liebe Redakteure!

Ich bin schon lange eine brave Leserin Ihrer Zeitung und habe schon manche Umstellungen und Layout-Veränderungen akzeptiert. Im Laufe der Jahre sind leider die wichtigen Informationen über Welt, Wirtschaft und Hintergrundwissen immer weniger geworden, dafür Bild-Zeitungs-Wissen immer mehr.

Da ich aber immer noch gerne Zeitung lese und auch örtliches Geschehen nicht nur aus dem Wochenspiegel entnehmen will, blieb ich denn beim Abo. Aber eine zweiseitige Finerio-Sonderseite im überregionalen Teil des Volksfreunds ist fast ein Grund, um Ihre Zeitung abzubestellen. Im regionalen Weiterlesen

Die Vermessung der Welt

Tatarataaaa!!! Dies, liebe Leserinnen und Leser, ist die 250. Ausgabe des Forums. Ihres Forums. Sie haben viele, viele Fragen gestellt, Anregungen gegeben, Recherchen angestoßen, manche Kritik geäußert und ein bisschen Lob. Dafür herzlichen Dank und: weiter so!

Brauchen wir das Forum? Wozu det Janze? Dergleichen höre ich ab und an. Ist doch egal, heißt es dann, ob ihr Zeitungsfritzen euch am Telefon, per Brief, elektronischer Post, Fax oder im persönlichen Gespräch mit der Leserschaft auseinandersetzt. Haltet das privat! Derlei muss doch nicht in der Öffentlichkeit Weiterlesen