Mut tut Wut gut

Herr *** meldet sich telefonisch, er wirkt konsterniert: Der Volksfreund hat neulich meinen ersten Leserbrief veröffentlicht. Danach bin ich von anonymen Anrufern beschimpft worden. Und in meinem Briefkasten fand ich mehrere Schmähschriften, natürlich anonym. Ist das eigentlich normal?

Lieber Herr ***,

zunächst: Es tut mir sehr leid, dass Sie von anonymen Pöblern belästigt werden. Ärgerlich, so etwas, und möglicherweise ein Fall für die Justiz. Dass es gelingt, die Übelkrähen zu entlarven, ist allerdings unwahrscheinlich. Meine Empfehlung: gelassen bleiben, ignorieren, drüberstehen.

Wir erleben solche Hass-Attacken in der Redaktion fast täglich. Und fragen uns jedes Mal: Was sind das für Leute, die nicht den Mumm aufbringen, ihren Namen zu nennen, Weiterlesen

Die Sprache gehört dem Volk

Klauspeter Bungert aus Trier weist auf einige Rechtschreib-Probleme hin: Die neue Schreibung scheint bei den Korrektoren im TV immer noch zu Verwechslungen zu führen. Besonders aus der Groß- und Klein-, Zusammen- und Getrenntschreibung entstehen zuweilen Kombinationen, die unter sprachlogischen und grammatikalischen Gesichtspunkten fehlerhaft erscheinen.
So setzen Wortpaare wie „Haus gemacht“, „Gott gewollt“, die als Zusammenziehung Eingang ins Sprachbewusstsein gefunden haben, getrennt geschrieben den im Deutschen nicht vorgesehenen lateinischen Kasus des Ablativus absolutus voraus. (Richtig wäre: „von zu Hause gemacht“, „von Gott gewollt“.) Fälschlicherweise groß geschrieben finde ich häufig Adjektive nach der Präposition „am“. Etwa in der Ausgabe vom 5. / 6. September, Seite 23, linke Spalte, dritter Absatz, zweite Zeile: „am Schamlosesten“. Immer wieder anzuführen wäre „am Besten“. Die Großschreibung suggeriert eine Personifizierung: (gehen oder schauen) an einem Menschen entlang, der schamlos ist, (sich messen oder verzweifeln) an einem Menschen, der großartig ist. Bei der Komparation (Steigerung) von Adjektiven (Eigenschaftswörtern) bleibt die Kleinschreibung erhalten: schamlos – schamloser – am schamlosesten.

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Trüffelschweine und Trübfischer

Werner Bühler aus Wittlich schreibt: In seinem Kommentar „Bewertet wird, was sich nicht wehrt“ (TV vom 24. Juni) kommt Bernd Wientjes zu dem Schluss: „Das Kernproblem der Seiten besteht darin, dass die Bewertungen anonym abgegeben werden dürfen und damit Manipulationen und Beleidigungen ungestraft möglich sind. Bewertungsseiten sind eine neue und gute Form der Information, aber die Betreiber müssen verpflichtet werden, dass sich kein Bewerter hinter Fantasie-Namen verstecken darf. Wer eine Meinung hat, soll dazu mit seinem Namen stehen.“ Dem ist nur der Wunsch hinzuzufügen, dass auch der Trierische Volksfreund endlich aufhören sollte, anonymen Schreibern die Möglichkeit zu geben – oft unsachliche, beleidigende und manchmal sogar mit nachweislich falschen „Tatsachen“ gespickte – Kommentare in der Online-Ausgabe des TV zu veröffentlichen. Was für Leserbriefe im TV selbstverständliche Regel ist, dass nämlich der Redaktion die gesamte Anschrift des Autors bekannt sein muss, müsste auch für die Online-Kommentare gelten. Auch da dürften Fantasie-Namen keine Chance haben.
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Neues im Netz

Maria Hansen schreibt: Nach anfänglicher Gewöhnung an den neuen Stil muss ich Ihnen ein großes Lob für die Gestaltung der Zeitung aussprechen. Vor allem, dass Sie auch die Kinder ansprechen. Hoffentlich lesen die das auch! Es ist bestimmt nicht einfach, jeden Tag etwas Spannendes für die Leser zusammenzustellen. Das Lob wollte ich mal loswerden. 

Liebe Frau Hansen,

vielen Dank für Ihren Brief. Immer etwas Neues zu bieten, ist unser Ziel. Mal ist es die Gestaltung der Zeitung, die wir zuletzt vor zwei Jahren verbessert haben, mal sind es redaktionelle Inhalte wie die Nachrichten für Kinder, die es seit eineinhalb Jahren gibt.

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In den Tiefen des Archivs

Heinz Hellenbrand aus Trier schreibt per E-Mail: Kann man im Internet auf volksfreund.de auch ältere Leserbriefe finden? Wenn ja, wo bitte?
Lieber Herr Hellenbrand,
vielen Dank für Ihre Frage, die häufiger gestellt wird. Das Internet ist ein gigantischer Datenspeicher, in dem Texte, Bilder, Videos, kurzum alles, was einmal online veröffentlicht worden ist, wieder abgerufen werden kann. Theoretisch zumindest – wenn man weiß, wie es zu finden ist. Angesichts der unüberschaubaren Menge von Informationen im Netz sind Suchmaschinen wie Google ein unverzichtbares Hilfsmittel.
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