Gerührt, gereimt, geschüttelt

Helmut Körlings aus Traben-Trarbach schreibt: Anliegend einmal ein etwas anderer Leserbrief zur Brückenproblematik. Bin neugierig, ob Sie den Mut haben, ihn zu veröffentlichen.
Prometheus der Mosel
(frei nach J. W. Goethe)
Verneble deine Pfalz, Kurt Beck, / mit Dieselqualm / und trickse, dem Deubel gleich, / den du geköpft, / am Nürburgring, auf Eifelhöh’n! / Doch lass mir meine Mosel / frei von dem Gedröhn! / Und unser Tal, / um dessen Wein du uns beneidest.
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Die Zahnpasta der Ayatollahs

Ulrich Papschik aus Bitburg meint: Genauso wie ich beim Bäcker morgens frische Brötchen hole, erwarte ich bei meiner Lokalzeitung auch aktuelle, gut recherchierte Berichte und nichts Oberflächliches! Kürzlich ist ein Artikel über die Trierer Messe „Taff“ in den Eifel-Ausgaben des TV im Abstand von zwei Tagen zweimal veröffentlicht worden. Der Leser bekam alte Kamellen als Konserven serviert. Wenn das so weitergeht, muss ähnlich wie im Iran ein „Wächterrat“ eingeführt werden, der dann mit Strenge über Doppel- oder Falschrecherchen des TV wacht. Wenn es im Verbreitungsgebiet des TV anscheinend so wenig Interessantes zu berichten gibt, dann heißen bald die schlagenden Zeilen in der Nachbarpresse: Gestern schloss Opel, dann Karstadt und Hertie, dann schloss die „Taff“ und, weil die Redaktion nicht reagierte, schlussendlich der TV.
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Vulgäre Vokabeln

Friedel Thierry aus Detzem schreibt: Eine Tageszeitung hat Vorbildcharakter für die Leserschaft allgemein und ganz besonders für Kinder. Wenn es in der Ausgabe vom 30. Mai auf Seite 31 unter „Nachrichten für Kinder“ heißt „Wie gehen Astronauten aufs Klo?“ (statt: auf die Toilette), ist das schon bedauerlich. Übertroffen wird dieser Missgriff jedoch noch durch den Ausdruck „H…“ anstelle „Gesäß“ (im Artikel: „muss er seinen H… festsaugen“). Im familiären Milieu durchaus akzeptabel, ist diese Ausdrucksweise gedruckt ein Ärgernis. Welch ein Armutszeugnis für die Redaktion – und wie traurig!

Lieber Herr Thierry,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Die Umgangssprache sollte in seriösen Medien wie dem TV tabu sein, völlig richtig. Das ist die Theorie. Die tägliche Praxis lehrt: Die Hüter der Hochkultur haben einen Weiterlesen

Auf einer Glatze Locken drehen

Egon Kappes aus Zeltingen-Rachtig schreibt zur Ausgabe vom 16. Januar: Die „Kultur“ sollte heute besser den Titel „deutsche Unkultur“ tragen. Wollten Sie mit dieser Seite, die ich sonst sehr schätze, provozieren und Auswüchse deutscher Unkultur hoffähig machen? Es ist schon schlimm genug, dass das chaotische RTL-Camp immer noch seine Quoten bringt. Warum helfen Sie dabei mit?

Aber auch die Fällung der Buche in Dresden ist ja mal wieder typisch. Da wird ein Jahrhundert-Baum bei der Weiterlesen