Sine nomine

Dieter Grab aus Schwirzheim hat in einem Leserbrief (TV vom 13. Juli) die CDU-Politiker Klöckner und Billen kritisiert. Darauf bekam er Post an seine Privatadresse. Seine Reaktion:

Man kann über alles verschiedener Meinung sein. Und das kann jeder öffentlich in einem Leserbrief kundtun. Dafür bietet der Volksfreund Platz und Gelegenheit. Was meiner Meinung nach nicht geht, sind anonym verschickte Briefe, die sowohl inhaltlich als auch grammatikalisch ihr Ziel verfehlen. Aus einem wiederkehrenden Fehler bei der Adressierung meine ich den Absender zu erkennen. Anonym heißt im Englischen Anonymous. Streicht man aus diesem Wort die Buchstaben o n y m o, bleibt Anus übrig. Und was da rauskommt, wissen alle. In diesem Sinne weiterhin gute Verrichtung, liebe(r) anonyme(r) Schreiber(in).

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Warum H.M. nervt

Hans-Jürgen Berg aus Trier hat Post bekommen. Anonym. Der Text: Leserbrief im TV: Besserwisser wie Sie haben wir unzählige! So einen Scheiß auch noch in die Zeitung zu bringen – Unglaublich. H.M.

Hans-Jürgen Berg aus Trier hat Post bekommen. Anonym. Der Text: Leserbrief im TV: Soviel Dummheit u. Stuß in die Zeitung zu bringen – Unglaublich. Sie fühlen sich so glewer das es zum Himmel stinkt! H.M.

Lieber Herr Berg,

lieber Herr Berg,

es tut mir leid, dass Sie belästigt worden sind. Wegen eines Leserbriefs. Sie, Herr Berg, haben ihn geschrieben. Sie, Herr Berg, haben nichts damit zu tun. Sie heißen bloß genauso.

Ein Flegel, der mit H.M. signiert und offenkundig an Rechtschreibschwäche leidet, hat Ihre Adressen wohl im Telefonbuch gefunden und – weil er (oder sie?) nicht wusste, wer der Autor des Leserbriefs ist – seine Pamphlete an Sie beide geschickt. Gegen anonyme Weiterlesen

Mut tut Wut gut

Herr *** meldet sich telefonisch, er wirkt konsterniert: Der Volksfreund hat neulich meinen ersten Leserbrief veröffentlicht. Danach bin ich von anonymen Anrufern beschimpft worden. Und in meinem Briefkasten fand ich mehrere Schmähschriften, natürlich anonym. Ist das eigentlich normal?

Lieber Herr ***,

zunächst: Es tut mir sehr leid, dass Sie von anonymen Pöblern belästigt werden. Ärgerlich, so etwas, und möglicherweise ein Fall für die Justiz. Dass es gelingt, die Übelkrähen zu entlarven, ist allerdings unwahrscheinlich. Meine Empfehlung: gelassen bleiben, ignorieren, drüberstehen.

Wir erleben solche Hass-Attacken in der Redaktion fast täglich. Und fragen uns jedes Mal: Was sind das für Leute, die nicht den Mumm aufbringen, ihren Namen zu nennen, Weiterlesen

Herrlich herrschaftsfrei

Marianne Lutz aus Wasserliesch schreibt: Ich schätze mich glücklich, in einer Demokratie zu leben, in der die Meinungsäußerungsfreiheit gesetzlich verankert ist. Der § 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland regelt das. Allgemein verbreitete Einschränkungen sind unter anderem gegeben, wenn es um persönliche Ehre, Beleidigungen, Verleumdungen, Sittlichkeit und Jugendschutz geht.

Von diesem Recht auf freie Meinungsäußerung mache ich gerne Gebrauch. Unter anderem, indem ich Leserbriefe schreibe. Natürlich kann ich nicht davon ausgehen, dass alle Leser meine Meinung teilen; das wäre auch ungewöhnlich. Doch ich stelle mich gerne Weiterlesen

Was Pfeifenbläser antreibt

Ein anonymer, mit Bleistift geschriebener Brief: Wie lange will der TV noch schweigen zu den schmutzigen Machenschaften des Herrn […] seit Monaten kein Cent mehr überwiesen […] von Woche zu Woche belogen und betrogen. Ich kann leider nur anonym schreiben (familiäres Umfeld).

Liebe(r) Leser(in) ohne Namen,

schade, schade: Sie wissen offenkundig etwas, was wir nicht wissen. Das zumindest entnehme ich Ihren Andeutungen. Wenn Sie Ihr Wissen mit uns teilen würden, wenigstens ein bisschen, könnten wir nachforschen und vielleicht „schmutzige Machenschaften“ aufdecken.

So haben wir nicht mehr als den vagen Verdacht, dass möglicherweise irgendwo irgendetwas mit Herrn XYZ Weiterlesen

Satanische Schmutzhunde

Der anonyme Leser meint: Hmm, ich würde ja gern, aber ich traue mich nicht. Ein Leserbrief in der Zeitung, das wär’s. Mal so richtig vom Leder ziehen. Den Großkopfeten in der Politik die Meinung geigen. Und den Schreiberlingen vom Volksfreund eins auswischen. Aber mit vollem Namen zeichnen? O je, das könnte Ärger geben! Und was würden die Nachbarn denken! Also lieber nicht. Es juckt aber so in den Fingern. Ich kann’s ja mal versuchen und schicke was an den TV. Vielleicht bringen die es ja.
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Trüffelschweine und Trübfischer

Werner Bühler aus Wittlich schreibt: In seinem Kommentar „Bewertet wird, was sich nicht wehrt“ (TV vom 24. Juni) kommt Bernd Wientjes zu dem Schluss: „Das Kernproblem der Seiten besteht darin, dass die Bewertungen anonym abgegeben werden dürfen und damit Manipulationen und Beleidigungen ungestraft möglich sind. Bewertungsseiten sind eine neue und gute Form der Information, aber die Betreiber müssen verpflichtet werden, dass sich kein Bewerter hinter Fantasie-Namen verstecken darf. Wer eine Meinung hat, soll dazu mit seinem Namen stehen.“ Dem ist nur der Wunsch hinzuzufügen, dass auch der Trierische Volksfreund endlich aufhören sollte, anonymen Schreibern die Möglichkeit zu geben – oft unsachliche, beleidigende und manchmal sogar mit nachweislich falschen „Tatsachen“ gespickte – Kommentare in der Online-Ausgabe des TV zu veröffentlichen. Was für Leserbriefe im TV selbstverständliche Regel ist, dass nämlich der Redaktion die gesamte Anschrift des Autors bekannt sein muss, müsste auch für die Online-Kommentare gelten. Auch da dürften Fantasie-Namen keine Chance haben.
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Nur Mut, Herr Pastor!

Ich bitte um Verständnis für das Pseudonym, aber ich bin Pastor in Ruhe und stehe unter Schweigegebot. Sonst würde ich den Rest meines Ruhestandsgehalts auch noch einbüßen und von Hartz IV leben. Als Hans-Jürgen Tomson aus Trier zeichnet der Autor dieser Zuschrift. Er fordert von Papst Benedikt den „Mut zum Rücktritt“.
Lieber Herr „Tomson“,
immer wieder erreichen uns vermeintliche Leserbriefe ohne Absender (oder mit einem Fantasienamen unterschrieben) mit der Bitte um Veröffentlichung und der Zusatzbemerkung: Wegen der Brisanz des Themas oder aus Furcht vor Repressalien müsse der Schreiber unerkannt bleiben. Mag ja sein, aber solche Beiträge bringen wir im Trierischen Volksfreund nicht. Sie sind tabu, und das hat, neben den juristischen, auch ganz pragmatische Gründe.
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