Wänn jedär schraipt wi er will

Eine Frage der Ehre, und noch ein bisschen mehr: Beim Diktatwettbewerb „Trier schreibt!“ haben Schüler, Eltern und Lehrer bewiesen, dass es kein Hexenwerk ist, knifflige Herausforderungen der Orthografie und Grammatik zu meistern. Der Volksfreund hat über die Aktion berichtet. Zu dem Artikel „Übung macht den (Rechtschreib-)Meister“ (TV vom 12. April) merkt Leser Hanns-Georg Salm aus Gondenbrett an: Weiterlesen

Herrlich, wie das knistert!

Der beste Ferrari, der je gebaut wurde, ist der nächste. Klingt widersprüchlich, ist aber schlau – mit dem Paradoxon erklärte der italienische Sportwagen-Konstrukteur Enzo Ferrari in einem Satz seine Philosophie: nie auf Erfolgen ausruhen, sondern versuchen, jedes  Modell noch großartiger, noch aufregender, noch edler zu fabrizieren als das davor.

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Ein Irrenhaus voller Idioten

Im Grundgesetz, Artikel 5, steht: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten …

Hans-Albert Krämer aus Trier hakt nach: Seit Wochen versuche ich, einen Leserbrief zu schreiben. Ich finde es unabdingbar, mehr Schärfe in meine Formulierungen zu bringen, weiß aber nicht, wie weit ich gehen darf. Freie Meinungsäußerung okay, Satire oder Beleidigung?! Wo ist hier die Grenze, wo wird sie überschritten, oder ist Satire dem Leserbriefschreiber untersagt? Wer ordnet das ein? Ist Satire nur dem Büttenredner im Karneval, der Heute-Show im ZDF, dem Kabarettisten Dieter Nuhr et cetera erlaubt? Persönliche Beleidigungen schließe ich aus, aber im TV ist vieles grenzwertig, und deshalb bitte ich Sie, mir auf die Sprünge zu helfen.

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Gefällt mir, gefällt mir nicht

Na, noch neugierig? Was meinen Sie? Klar doch, Sie haben eine Meinung. Wir alle haben eine Meinung. Ach was, eine Meinung – wir sind: Meinungsvulkane. Dazu gleich mehr. Erst mal drei Meinungen von drei Männern, die sagen, dass sie den Volksfreund nicht lesen:

Einer schreibt: „Ihre Zeitung ist die konservativste in der ganzen Republik.“ Ein anderer: „Es gibt genügend Menschen, die wissen, wo die Wahrheit liegt – jedenfalls nicht in den Verlautbarungen der westlichen Leitmedien.“ Ein dritter: „Information und Meinung bilden im Volksfreund eine subtile Melange, die beeinflussen, ja belehren und umerziehen will. Wozu also etwas lesen, von dem ich vorher schon weiß, was (welche Meinung) drin steht? Schlimm, diese Hofberichterstattung. Geschriebene Drehbücher ohne Überraschung. Papiermüll.“

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Marx-Mania, anschwellend …

Marx macht mobil: Bald jährt sich der Geburtstag des nicht nur in Trier weltberühmten Rauschebarts zum zweihundertsten Mal. Die Stadt feiert Karl, den sie längst als Großen für sich entdeckt hat, mit einer Blockbuster-Ausstellung und Hunderten Events von Mai bis Oktober. Spötter sagen, dass der Kapitalismuskritiker, der als Jüngling aus dem Provinznest Trier flüchtete, jetzt das Kapital nach Trier zurückbringt. In die Wiege des Kommunismus. Marx vermarkten? Funktioniert anscheinend bestens. Das Jubiläum beschert Trier Aufmerksamkeit. Die Times in New York berichtet, Renmin Ribao in Peking, Le Monde in Paris. Und der Volksfreund sowieso.

Alfred Pelzer aus Trier meint: Im Rahmen des Karl-Marx-Jahres wünsche ich mir vom TV den Abdruck einer Biografie über Karl Marx. Oder vielleicht sogar den Abdruck eines Werkes von ihm selbst. Damit die Leser erfahren, was er dachte, was er schrieb, wie er lebte. Eintauchen in seine Zeit. Nicht nur aus unserer heutigen Sicht urteilen über den Mann, den von uns niemand kannte. Bringen Sie uns den Menschen Karl Marx, eingebunden in seine Zeit, näher. Früher hat der TV Romane in täglicher Fortsetzung abgedruckt. So etwas, über oder von Karl Marx in Ihrer Zeitung, wäre doch ein toller Beitrag zum Marx-Jahr. Weiterlesen

Elf Freunde, alle Linksaußen

Es ist erstaunlich, was dieser Karl Marx aus Trier, von dem dauernd die Rede ist, zustande gebracht hat. Er war Berufsrevolutionär, Journalist, Gesellschaftstheoretiker, Ökonom, Kapitalismuskritiker, Erfinder des Marxismus (angeblich ohne selbst Marxist gewesen zu sein), Vordenker der Arbeiterbewegung, Ikone des Kommunismus, Lieblingsmodell von Bildhauern … und Fußballphilosoph.

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Der Stoff, aus dem die Träume sind

Im Supermarkt, zwischen Wursttheke und Käsetheke, klopft mir ein älterer Herr auf die Schulter und sagt: Sie kennen mich nicht, aber ich kenne Sie. – Ich: Schön, Sie zu treffen. – Er: Ich kenne Sie aus  der Zeitung, das Foto, die Kolumne. – Ich: Ja, ich bin’s. – Er: Was ich schon immer mal fragen wollte: In der Welt ist unheimlich viel los, ihr Zeitungsleute braucht doch bloß abzuwarten, was geschieht, und der Rest erledigt sich von alleine, oder? – Ich: Na ja, ganz so einfach ist es nicht …

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Fliegt ein Kuckuck übers Meer …

Das ist nicht witzig! Herr K. schimpft, seine Mail ist scharf im Ton. Eieiei. Nein, es geht nicht um Karneval und die Berichte über Kappensitzungen, Umzüge und sonstige närrische Lustbarkeiten. Herr K. findet die Witze, die in der Zeitung veröffentlicht werden, nicht witzig. Ganz besonders solche nicht, in denen Beamte lächerlich gemacht werden.

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