Schnüss kapoot, datt anner aach …

Fabelhaft, diese Zuschrift. Ein Mann, eine Zeitung. Der Mann hat ein Problem. Der Mann liest Wörter, die wirken wie ein Versprechen auf die Lösung des Problems. Der Mann liest weiter und … ach, soll er doch selbst erzählen. Hier ist der Bericht von Hennes Stöwer (Pseudonym, richtiger Name bekannt) aus Jirrel­steen (Städtchen in der Eifel, leicht verfremdet):

Auf der letzten Seite des Volksfreunds fiel mir am 15. August die Überschrift „Kochendes Wasser löst Verstopfung“ auf. Da ich leider den TV wegen eines Augenleidens nur noch mit Lupe lesen kann, machte mich die Überschrift stutzig. Natürlich war mir schnell klar, wie sie gemeint war. Dennoch juckte mich Fünfundachtzigjährigen das Fell: Ich verzapfte an meinem PC eine Glosse – nicht böse gemeint: Weiterlesen

Nix los? Nur heiß? Von wegen!

Tja. Nix los, so scheint es. Nur heiß. Dreißig Grad aufwärts. Sommer. Und, wie alle Jahre wieder: Sommerloch, dieses oft besungene jahreszeitentypische Medienphänomen. Von jetzt auf gleich ist es da. Wie jedes Jahr.

Die Fußball-WM ist vorbei, die politische Klasse urlaubt, die Kreativen erholen sich vom Kulturzirkus – es passiert, gefühlt, viel weniger als sonst. Und es gibt, gefühlt, viel  weniger zu berichten als sonst. Keine Politiker, die sich zoffen, keine Gesetzesvorhaben, die Bürger auf die Barrikaden treiben, keine Debatten, die ermatten. Nix los. Nur heiß.

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Ein halber Mensch, statistisch …

Canis lupus: „gar sehr gefräßig, grausam, arglistig und der gefährlichste Feind der wilden und zahmen Thiere, das schädlichste Geschöpf Gottes, welches die Menschen angreiffet, zerreisset und frisset“ (Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste, 1732 bis 1754).

Canis lupus, der Wolf: ein Quotenbringer, seit Menschengedenken. In Mythen und Märchen,  in modernen Medien. Der geheimnisvolle Abdruck einer Tatze auf einem Weiterlesen