Ein halber Mensch, statistisch …

Canis lupus: „gar sehr gefräßig, grausam, arglistig und der gefährlichste Feind der wilden und zahmen Thiere, das schädlichste Geschöpf Gottes, welches die Menschen angreiffet, zerreisset und frisset“ (Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste, 1732 bis 1754).

Canis lupus, der Wolf: ein Quotenbringer, seit Menschengedenken. In Mythen und Märchen,  in modernen Medien. Der geheimnisvolle Abdruck einer Tatze auf einem Weiterlesen

Am Ende drei Pünktchen

Ach, mal wieder anonyme Post. Ach, mal wieder jemand, der sich über „geistigen Dünnschiss“ in der Zeitung aufregt und ein Häuflein, nein, einen Haufen ausgeschnippelter Artikel und Kommentare beifügt, allesamt von Hand beschriftet: „Scheiße“ steht drauf, „Kacke“ oder „Mist“. Ein analoger Shitstorm …

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Helfende Elfen, nackte Barbaren

Morphem, das: kleinste bedeutungstragende (sprachliche) Einheit, genauer: kleinste lautliche oder graphische Einheit mit einer Bedeutung oder grammatischen Funktion. Ein Fachausdruck der Linguistik. Wie Morph und Allomorph, wie Plerem, Kenem und Monem, wie Graphem, Phonem und Lexem und all so’n Zeug.

Hört sich an wie Dinosaurier-Sprech im Mesozoikum. Morph und Allomorph und … egal, ich schweife ab.

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Mimimi und Psycho-Tricks

Un-ge-heu-er-lich! Achtzig Millionen Bundestrainer rätseln, was mit unseren Weltmeisterlingen los ist. Sind die ballaballa, uns so zu quälen?! Erst der grottige Kick gegen die Mexikaner. Danach das weinerliche Mimimi der Verlierer, tagelang. Phrasen, Posen, Plattitüden. Wir müssen, wir können, wir wollen … Mensch, tut’s doch einfach! Hört auf zu hummelsen, zu boatengen und zu neuern! Reden ist Silber, siegen ist Gold!

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Topf drauf, Haare ab

Das singt, ähm, das singt, warte mal, wie heißt der noch, so‘n Ballermann-Barde. Mickie Krause, nee, Tim Toupet! Du hast die Haare schön, du hast die Haare schön, du hast, du hast die Haare schön. La la la laaa la la …

Tim Toupet und der singende Friseursalon! Was für eine Nummer!

Haarsträubende Einleitung dieser Kolumne, gebe ich zu.

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Nazis, Nonnen und der Geist von Karl

Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber … ja, ich weiß, es reicht langsam mit Karl Marx und dem pseudophilosophischen Geblubber. Alles gesagt, alles geschrieben, meinen viele. Genug! (Dabei ist nicht mal alles, was Marx gesagt und geschrieben hat, veröffentlicht.)

Bemerkenswert, was den Leuten einfällt, wenn es sie nach Trier verschlägt. Weil sie, zum Beispiel,  den Auftrag haben, für Intelligenzblätter oder Metropolenmagazine über Karl Marx und die Stadt, die den Denker und Weltrevolutionär hervorgebracht hat, zu berichten.

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Zweierlei Gulden, dreierlei Taler

Es ist an der Zeit, mal wieder nach dem Fortschritt zu schauen. Sie wissen schon, dieses Ding, das wir im Kleinklein des Alltags leicht übersehen, weil es langsam kriecht wie eine Schnecke. Das wir für eine Illusion halten, weil es im Lärm der schlechten Nachrichten, der uns umtost, kaum auffällt. Das wir vergessen angesichts des Mahnens und Warnens der Schwarzmaler und Schreckensmelder, die unablässig Schlimmes verkünden: Klimakatastrophe! Terror! Krieg! Dieselkrise! Abendmahlstreit! Insektensterben! Brrr!

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