Einer für alle, alle für einen

Tadaaa!!! Es geht ums große Ganze. Der Mensch. Das Universum. Der Sinn des Lebens. Allesallesalles. 

Hans-Albert Krämer aus Trier schreibt:

Seit geraumer Zeit frage ich mich immer wieder: Wem gehört die Welt, unser wunderschöner Planet mit all seinen Vorzügen und Nachteilen? Wer hat Grenzen erfunden, und mit welchem Recht werden Länder von Staaten als Eigentum betrachtet und mit allen Mitteln verteidigt? Wer besitzt das Recht, sichere Herkunftsländer zu bestimmen? Wer sind unsere Feinde, vor denen wir uns angeblich verteidigen müssen? Gehört die Welt allen Lebewesen, die sie bewohnen? Ich habe viele Länder bereist, war überall Gast und habe mich auch so verhalten. Kein Mensch ist dafür verantwortlich, in welches Land, in welche Traditionen, Sitten, Gebräuche und Religionen hinein er geboren wird. Aber jeder Mensch ist dafür verantwortlich, was er aus seiner Situation macht. Einer für alle, alle für einen! Das sollte das Motto eines friedlichen Zusammenlebens sein. Doch leider ist der  Mensch das größte Hindernis – gegenüber sich selbst und seinen Mitmenschen.

Lieber Herr Krämer,

gefällt mir, finde ich gut. Nachdenken über die ewigen Rätselfragen. Woher kommen wir? Was sind wir? Wohin gehen wir? Losgelöst vom Klein-Klein des Alltags, von dem Gezänkgezerre­geplärre, das uns umtost, von der Hetze­hektikhysterie, die uns nervt, von den witzigen, irrwitzigen und aberwitzigen Meldungen, die Leute wie Donaldangelawladimirmesutjogiborisundwiesiealleheißen ohne Unterlass fabrizieren.

Phhh! Entschleunigen. Das Treiben auf dem Planeten mal von oben betrachten, wie Astro-Alex in der Raumstation. Und siehe da: Wir kennen nicht die Antworten auf die Rätselfragen, so lange wir auch grübeln. Doch wir gelangen (vielleicht) zu der Erkenntnis, dass wir bloß Sternenstaub sind. Winzige Partikel, die allesamt meinen, sie seien ungeheuer wichtig.

Und wenn doch? Hey, ihr anderen Milliarden Partikel, wir müssen uns zusammenraufen. Einer für alle, alle für einen! – ein prima Wahlspruch, im Roman („Die drei Musketiere“) wie im richtigen Leben; in Nordkorea steht er sogar in der Verfassung (Artikel 63, kollektivistisches Prinzip). Sage noch einer, die Menschheit käme nicht voran …

Herzliche Grüße

Peter Reinhart

Stellvertretender Chefredakteur