Festtage für Feierbiester

So, es ist vollbracht. Die fünfhundertste Kolumne. Fünf null null. Das muss gefeiert werden, frohlockt ein Edel-Fan, der sagt, er habe jeden, wirklich jeden Text gelesen. Oh, danke schön. Aber was packe ich rein in diese Null-Nummer?

Der Klassiker wäre, wie bei solchen Anlässen üblich, eine Lobrede auf die Kolumne zu halten. Zu erzählen, wie sie aus Schaum geboren wurde, wie sie reifte und gedieh, wie sie … ach, langweilig.

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Wie das so ist.

Sehr gut, schreibt Leser M., gefalle ihm der journalistische Grundsatz, neutral zu berichten und Distanz zu wahren. Immer mittendrin sein, aber nicht dazugehören. Sich nicht mit einer Sache gemeinmachen, auch nicht mit einer guten Sache. Und so weiter. Er habe jedoch gestutzt, als neulich in einer Talkshow von Betroffenheitsjournalismus die Rede gewesen sei. Was das sei, was das zu bedeuten habe?

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Siebenunddreißig Grad

Es ist normal, dass wir uns für das Normale nicht interessieren. Es ist normal, dass wir uns für das Nicht-Normale interessieren.

„Hund beißt Mann“ ist keine Meldung (allenfalls eine klitzekleine), passiert jeden Tag irgendwo, nichts Besonderes = normal, „Mann beißt Hund“ dagegen ungewöhnlich, unerhört, unerwartet = nicht normal.

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Verirrte Gammler

Niemals nachlassen: Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen, rät Albert Einstein allen, die nach Wissen dürsten. Die Welt dreht sich, dreht sich, dreht sich immer weiter. Drei Dinge, die ich diese Woche gelernt habe, zwei davon belegen den (Sprach)Wandel, das dritte belegt, dass früher nicht alles besser war:

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