Nur Freund, nicht Feind

Ob Sie es glauben oder nicht: Ich bin dankbar für Kritik, die Sie, liebe Leser, am Volksfreund oder generell an den Medien äußern. Ich versuche, daraus zu lernen. Und ich verstehe, dass manches, was Journalisten tun (oder nicht tun!), Sie verärgert oder gar Ihr Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Zunft erschüttert. Kein Ding, lassen Sie uns darüber reden.

Womit ich nichts anfangen kann: Wenn jemand wie Herr H. poltert, diese Zeitung sei ein schlimmes Beispiel für die deutsche „Lückenpresse“ und es sei ihm ein Rätsel, warum das Blatt nicht „Volksfeind“ heiße. Wie kommt er darauf? Keine Ahnung, er verrät es nicht.

Oder Herr K., der schreibt, dass jede unliebsame Meinung verteufelt und als rechtsextrem abstempelt werde („Nazi-Keule!“). Zitat: „Nichts wird ehrlich und neutral angesprochen. Solange es den Konzernen dient, wird alles totgeschwiegen. Noch schlimmer ist, dass die Presse mittlerweile völlig linksorientiert ist und nichts mehr hinterfragt, was die Regierung so treibt. Liegt wohl daran, dass die Presse auch in wenige große Konzerne aufgegliedert ist und ebenso wie die Politik von den anderen Konzernen wohl abhängig ist. Anders kann es ja wohl nicht sein, wenn es nur wenige kritische Berichte zu den Zuständen in unserem Land, in Europa gibt.“

Nur wenige kritische Berichte?! Diese Zeitung ist voll davon, und alle anderen auch. Mag sein, dass noch mehr möglich wäre, dass Recherchen mitunter nicht tiefschürfend genug sind und Texte schlecht, dass Journalisten das eine oder andere Thema falsch einschätzen oder verschlafen, mag sein, Fehler passieren. Aber dass „alles totgeschwiegen“ und „nichts hinterfragt“ wird?!

Tut mir leid, das ist absurd, pauschale Medienschelte bringt uns nicht weiter. Ich wünsche mir: konkrete Kritik, gerne hart, aber bitte sachlich. Nur zu!

Herzliche Grüße!

Peter Reinhart