Das Puzzle

Herr R. fragt: Warum dauert es so lange, bis mein Leserbrief veröffentlicht wird? Herr B., Herr C. und Herr H. fragen: Warum ist mein Leserbrief gekürzt worden? Herr E. fragt: Warum wird mein Leserbrief nicht abgedruckt?

Liebe Leser,

ich verstehe sehr gut, dass Sie enttäuscht sind, wenn Ihre Zuschriften gekürzt oder nicht sofort oder gar nicht veröffentlicht werden. Und ich weiß, dass Ihnen jedes Wort, das Sie geschrieben haben, wichtig ist.

Leider sind wir oft gezwungen, Sätze oder ganze Passagen abzuzwacken, damit möglichst viele Leserbriefe abgedruckt werden können. Egal, was wir unternehmen: Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, alle(s) ins Blatt hineinzupacken.

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Morgens halb zehn in Deutschland

Ein Wort zum Unwort: „Lügenpresse“ tönt es neuerdings in der einen oder anderen Zuschrift an den Volksfreund. Nein, keine Namen, keine Tiraden im O-Ton. Nur eine Gegenrede.

Lieber Herr P., lieber Herr E., lieber Herr G., … (merkwürdig, ausschließlich Männer ereifern sich über die Lügenpresse),

lesen Sie jetzt nicht weiter. Sie wissen eh, dass alles gelogen ist, was in der Zeitung steht. In dieser, in jeder. Alles manipuliert, alles gleichgeschaltet, behaupten Sie. Mainstream-Medien. Systempresse. Lügenpresse. Gesteuert von den Strippenziehern in der Politik und in der Finanzwelt.

Pssst! Ich verrate ein Geheimnis. Es stimmt!!! Jeden Morgen um halb zehn kommt die Weiterlesen

Schluss mit lustig? Niemals!

Valentin Steffens aus Altrich schreibt: Gibt es unter dem Deckmantel Satire keine Grenzen? Der Terroranschlag auf das Pariser Satiremagazin Charlie Hebdo mit zwölf Toten ist absolut und zweifelsfrei barbarisch. Als schon älterer Bürger Deutschlands stelle ich mir allerdings die Frage, gibt es für Satire, gerade auch unter dem Deckmantel Pressefreiheit, keine respektablen und humanen Grenzen? „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ steht im Grundgesetz. Können provozierende und inhumane Beiträge in Wort und Bild, oft eher wahrheitsfern, unter den bekannten terrorbeflissenen Zeitgenossen nicht gerade Hass und Zwietracht schüren oder sogar Anschub leisten für furchtbare barbarische Taten?

Lieber Herr Steffens,

es stimmt, die Geschichte lehrt uns, dass es der Menschheit besser ginge, wenn manches nicht gesagt, geschrieben, gezeigt worden wäre.

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Jede Jeck is anders!

Eine Auswahl der schönsten Zuschriften zum Forum „Die Unperfekten“, zum Artikel „Der Ungleichheitsguru“ (beides TV vom 3./4. Januar) und ganz allgemein zur Fehlerkultur:

Lieber Herr Reinhart!

Der Tag ist mal wieder gerettet. Und bitte, wem habe ich das zu verdanken? Ihrer Leserin Frau Linden und Ihnen. Hätte Frau Linden sich nicht aufgeregt, wäre mir ein tolles Highlight, nämlich Ihre heutige Antwort im TV, entgangen. Es hat mir wie immer Spaß gemacht, über die – in diesem Fall gewollten – Fehler herzhaft zu lachen. Mein Tag hat dadurch jedenfalls mit absolut positiver Energie begonnen. Weiterlesen

Die Unperfekten

Margit Linden aus Greimerath schreibt zum Bericht „Marktstand in Flammen“ (TV vom 22. Dezember): Nie wieder esse ich Steaks in Trier! Laut TV wird dort neben Reibekuchen und Backfisch auch gebratenes Menschenfleisch angeboten. Schuld daran sind weder die dortigen Gastronomen noch der absolute Lieblingskumpel vom stellvertretenden Chefredakteur Peter Reinhart – nämlich der arme Druckfehlerteufel, der (als Fabelwesen) immer dann herhalten muss, wenn Reinhart nicht mehr weiter weiß, sondern die außergewöhnlich merkwürdig geschulten Schreiberlinge vom TV.

Gerne hätte ich mich auf Ihre verzweifelten Anzeigen hin als Korrekturleserin beworben. Aber leider habe ich, da bereits anderweitig beschäftigt, keine Zeit dafür. Aber ich habe einen Super-Tipp für Sie: Stellen Sie doch in Zukunft nur noch Redakteure ein, die zum Beispiel den Unterschied zwischen „Champion“ (das ist ein Mensch) und „Champignon“ (das ist ein Pilz) kennen. Dann können die TV-Leser endlich mal eine korrekt geschriebene Zeitung lesen und ich wieder ohne Horror-Ekel ein (Rinder-)Steak mit Champignons genießen. Weiterlesen