Viel mehr als Lippenbekenntnisse

Heinrich Ewen schreibt zum Wittlicher Lokalteil vom 17./18. Mai: Mir ist es ein Rätsel, wie man solche Beiträge in einer Zeitung veröffentlichen kann. Jugendliche, die offensichtlich noch Pubertierende sind, in Großfotos. Was soll das? Cui bono?

Lieber Herr Ewen,

besten Dank für Ihre Zuschrift. „Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien.“ Ein Wort des Soziologen Niklas Luhmann. Was bedeutet das? Schauen wir uns das Beispiel an:

Cui bono? Wem nützt es? Die jungen Leute aus Wittlich und Umgebung – darunter Musiker und ein Bürgermeisterkandidat – setzen ein Zeichen. Ein Zeichen gegen die Diskriminierung von Homosexuellen, ein Zeichen für Toleranz.

Die Idee: eine Kuss-Kampagne mit gestellten Fotos. Um das Thema Weiterlesen

Mitunter eine Qual

Zur Diskussion um den Travestiestar Conchita Wurst:

Gerd Freyberg aus Trier: Meinen Glückwunsch zur Choreographie der Leserbriefe zu Conchita Wurst! Das war schon gelungen, wie die Redaktion die Leserbriefe arrangierte: Zuerst die unsäglichen, gotteslästerlichen Briefe der beiden Damen, gruppiert um ein Foto, das eine engelgleiche Conchita zeigt, über den Wolken schwebend und uns ihre Botschaft verkündend. Dann die amüsanten, zum Teil Weiterlesen

Verwechslungsgefahr

Matthias Regnery schreibt zur Meldung „Eifeler beleidigt dunkelhäutigen Mann in Trierer Stadtbus“ (TV vom 9. Mai): Wieso wird bei solchen Meldungen immer auf die landschaftliche Herkunft verwiesen? In diesem Fall hätte doch wohl „aggressiver Idiot“ als Zustandsbeschreibung genügt. Im Übrigen hat es mir als Eifeler schon gereicht, mehrfach mit Herrn Billen in einen Topf geworfen zu werden. Mit freundlichen Grüßen aus der schönen Eifel, die durchaus mit liebenswürdigen Menschen bevölkert ist!

Lieber Herr Regnery,

an der weithin gerühmten Liebenswürdigkeit der Eifelbewohner besteht nicht der leiseste Zweifel. Und es liegt uns fern, die Menschen aus dem „Jebirge“ zu diskriminieren.

In der Kriminalitätsberichterstattung ist von Fall zu Fall zu entscheiden: Was muss, was Weiterlesen

Psychologische Kriegsführung

Seit Monaten berichtet der Volksfreund fast täglich über die Ukraine-Krise. Die Leser schalten sich engagiert in die Kommentierung ein und sparen dabei auch nicht mit Kritik an der medialen Aufarbeitung des Geschehens. Drei Beispiele:

  • Bitte investieren Sie vier Minuten Ihrer kostbaren Zeit und schauen Sie sich nachfolgendes Video an. […] Darüber bringen die Medien nichts; man belässt die EU-Bürger dumm und unterstützt so Amerika und die EU in ihren Weiterlesen

Schwuppdiwupp

Erika Klinger schreibt: Kürzlich habe ich im Volksfreund, zunächst mit leicht gerunzelter Stirn, dann beim zweiten Mal verärgert, die Überschrift eines Artikels auf Seite zwei gelesen: „Die Parteichefin muss auch die Europawahl wuppen.“

Die „Verballhornung“ der deutschen Sprache inklusive der Einbeziehung weiterer Wörter aus dem Englischen, der saloppen Umgangssprache nimmt leider immer mehr zu beziehungsweise schleicht sich immer mehr, fast möchte ich sagen „undercover“, Weiterlesen