Die große Erzählung

Elmar Kanz aus Prüm schreibt zu dem Beitrag „Traumatischer Weg aus Afghanistan“ (TV vom 25. November): Es scheint mir, dass das Verb „erzählen“ in dem Artikel reichlich strapaziert wird. Fällt so etwas eigentlich niemandem auf? Wo bleiben die sonst doch so eifrigen TV-Redigierer? Sieben Mal in einem ziemlich kurzen Text dasselbe Wort. Das gäbe es in keinem Schulaufsatz. Kein Ruhmesblatt für den TV. Note sechs!

Im Übrigen steht „erzählen“ eher für Märchen oder Geschichten, weniger für dramatische Ereignisse, die man schildert oder über die man berichtet. Als ehemaliger volksfreundlicher Mitarbeiter tut es mir weh, so etwas lesen zu müssen.

Lieber Herr Kanz,

vielen Dank für Ihren Brief. Stimmt! Stilistisch missglückt.

„Erzählen“ klingt nach Märchen, nach den Brüdern Grimm, nach Tausendundeiner Nacht. In harten Nachrichtentexten wirkt das Verb unpassend, weil es dem Leser signalisiert: schöne Geschichte, die mir da „erzählt“ wird, aber ist die auch wahr?!

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Kein Ponyhof im Rotlichtviertel

Benjamin Sonnenschein aus Trier schreibt: Das Thema ist mir schon mehrere Male aufgefallen, doch heute (TV vom 12. November) möchte ich es einfach gerne mal loswerden. Ihr „Für Kinder“-Artikel im Teil „Aus aller Welt“ auf Seite 32 ist meiner Meinung nach völlig falsch platziert.

„Bandmitglied tötet drei Musiker und sich selbst“, „Rasierer fällt in Wanne: zwei Kinder sterben“, links die nackte Brigitte Nielsen und mittendrin der Artikel für Kinder. Ich bin mir sicher, das Ganze lässt sich auch so umorganisieren, dass Kinder, wenn sie es lesen, nicht mit Tod und Sex konfrontiert werden, denn immerhin sollen diese Artikel die Weiterlesen

Alles klar? Hurra!

Eine komische Kolumne + zwei merkwürdige Wörter = drei spannende Zuschriften:

Erwin Müller aus Föhren meint: Wer seit Jahren die samstägliche Kolumne „Moien!“ Ihres Mitarbeiters Arne Langner auf der Luxemburg-Seite aufmerksam verfolgt hat, dem wird nicht entgangen sein, dass dieser Autor ziemlich „links gestrickt“ ist, was allerdings Weiterlesen

Von Fuschersleuten und Zeitdieben

Kurz und gut – vier Zuschriften aus den vergangenen Wochen:

?Harald Guggenmos aus Zeltingen-Rachtig schreibt zur Kolumne „Es irrt der Mensch, solang er strebt“ (TV vom 9. Oktober):

Guten Tag, Herr Reinhart, was mich ärgert, ist die Selbstdarstellung in Ihren Antworten auf die TV-kritischen Leserbriefe. Es ist eigentlich gleich, welches Thema von den Lesern aufgegriffen wird, Sie versuchen stets eine Rechtfertigung. Ich sehe nicht, dass Sie die Kritik annehmen und daraus für die Zukunft Konsequenzen ziehen. Das Beispiel der Orthografie unserer Ministerpräsidentin ist hervorragend geeignet, diese Ihre Einstellung zu belegen.

Am Ende Ihrer Ausführungen entnehme ich nur, dass es schön war, darüber gesprochen/geschrieben zu haben; aber alle anderen Zeitungen machen es ja auch so, und deswegen wird der TV so weiter agieren. Zudem finde ich es nicht gut, dass Sie mittwochs und samstags bis 40 Prozent der Leserbriefseite mit Ihren Kommentaren füllen Weiterlesen