Herrlich herrschaftsfrei

Marianne Lutz aus Wasserliesch schreibt: Ich schätze mich glücklich, in einer Demokratie zu leben, in der die Meinungsäußerungsfreiheit gesetzlich verankert ist. Der § 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland regelt das. Allgemein verbreitete Einschränkungen sind unter anderem gegeben, wenn es um persönliche Ehre, Beleidigungen, Verleumdungen, Sittlichkeit und Jugendschutz geht.

Von diesem Recht auf freie Meinungsäußerung mache ich gerne Gebrauch. Unter anderem, indem ich Leserbriefe schreibe. Natürlich kann ich nicht davon ausgehen, dass alle Leser meine Meinung teilen; das wäre auch ungewöhnlich. Doch ich stelle mich gerne Weiterlesen

In dubio pro regione

Eduard Pelzer aus Irrel schreibt: Sehr geehrter Herr Reinhart, allzu gern würde ich Ihren Beteuerungen im Forum vom 15./16. Juni Glauben schenken, doch die Realität des TV hindert mich daran. Ich stimme im Wesentlichen dem Brief von Frau Leitner zu, den Sie, aus Ihrer Position im TV durchaus verständlich, zu widersprechen versuchen.

Wo sind in einem angemessenen Verhältnis zu sonstigen Nachrichten die großen Themen, die gravierende Missstände besonders in der wirtschaftlichen Struktur unserer Welt aufzeigen und durch sachliche Darstellung dringend bewusst gemacht und diskutiert werden müssen: Landgrabbing, Nahrungsmittelfonds, Ausbeutung der Arbeiter in den Weiterlesen

Frei, unendlich frei …

Alexandra Leitner schreibt per E-Mail, unterzeichnet mit „enttäuschte Grüße“: Als Mensch neige ich nicht zu extremen Positionen, aber es ist offenbar Zeit, etwas zu ändern. Am 25. Mai haben Millionen Menschen weltweit gegen Monsanto protestiert, um ihren Unmut über genetisch manipulierte Lebensmittel durch diesen Großkonzern zu demonstrieren. Die Aktion (www.march-against-monsanto.com) wurde über das Internet getriggert – mit überwältigender Resonanz.

Das wahrhaft Erschütternde ist allerdings, dass die Macht dieses Konzerns offenbar so groß ist, dass weltweit – und das gilt auch für Deutschland – jede Berichterstattung in Printmedien wie in Fernsehen und Rundfunk komplett unterdrückt worden ist, und das betrifft auch den Trierischen Volksfreund.

Nirgendwo fand man einen einzigen Satz zu dieser wichtigen Aktion! Ein Skandal sondergleichen, denn das ist ein offensichtlicher Angriff auf die Pressefreiheit und zeigt, Weiterlesen

Anschwellende Wahlgesänge

Hans-Joachim Selzer aus Bernkastel-Kues schreibt: Die Leserbefragung des Trierischen Volksfreunds hat ergeben, dass die Bürger durchaus politisch interessiert sind. 82 Prozent der Befragten haben dies bestätigt. Von Politikverdrossenheit kann man da wohl kaum reden, aber durchaus von Parteienverdrossenheit.

Wie kommt dies?

Einerseits liegt es an den enttäuschenden Politikern der Etablierten selbst, der Verkrustung der Parteien sowie der Ideenlosigkeit, um die drängenden Probleme zu lösen – um nur einige zu nennen.

Egal, was man wählt, es ist immer nur die andere Seite der gleichen Medaille. Es ändert sich nichts. Aber auch der TV und andere Medien sind nicht ganz unschuldig an der Weiterlesen