Finde die Fehler!

Eine Zuschrift von Georg Schmitt aus Wallscheid, ungekürzt und unredigiert im O-Ton:

Guten Tag ,

der TV wird immer teuerer – die Qualität wird immer schlechter – das gilt Ihnen Herr Marx!!! Neuer GF !!

Wenn Ihre Redakteure noch nicht eimal das kleine Einmaleins der Recherche beherrschen und den Namen

von Persönlichkeiten, wie den des Wittlicher Bürgermeisters kennen, dann haben sie ja wenigstens morgen

eine Korrektur zu erstellen und eine Kleinigkeit zum Füllen einer Seite ist schon mal gegeben.

Reichen 150 Korrekturen im Jahr, die sie machen???? müssen!!

Wichtig ist für den Fall, das sie etwas über unseren Bischof schreiben: Der heist Ackermann, nicht das sie

Ackergaul o.ä. schreiben.

Was sich Monopolisten alles erlauben können, denn nur der heimische Sportteil und die Regionalberichte, sofern

Sie richtig sind, hindern mich daran Ihr Blatt abzubestellen. Aber nicht alles ist ewig.!

Von mir aus können Sie dies auch in Ihrer Rubrik Leserbriefe veröffentlichen.

Aber das trauen ie sich ja doch nicht.

Ein ärgerlicher Leser!

Verehrter Herr Schmitt,

vielen Dank für Ihre liebenswürdigen Zeilen. Ich will darauf in aller Kürze antworten.

Erstens: Wir trauen uns.

Zweitens: Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler.

Drittens: Wer gut erzogen ist, entschuldigt sich, wenn er/sie Mist gebaut hat (beim Volksfreund Korrektur genannt).

Viertens: Ja, es stimmt, Fehler in der Zeitung entstehen manchmal, weil Journalisten schlampen, weil sie nicht sorgfältig recherchieren, weil sie in der Hektik des Geschehens den Überblick verlieren. Das ist bedauerlich.

Mindestens genauso viele Fehler sind auf schludrig geschriebene Vorlagen zurückzuführen – voller orthografischer und grammatikalischer Mängel, mit fehlenden Buchstaben oder Wörtern, mit verdrehten Sätzen.

Völlig klar, eine Redaktion samt Lektorat muss es schaffen, solchen Murks vor der Veröffentlichung zu beseitigen. Das ähnelt leider oft einem fatalen Suchspiel: Finde die Fehler!

Sie können sich vorstellen, wie viel Zeit und Mühe es erfordert, verstümmelte, verkümmerte, verhunzte Texte lesbar zu machen. Selbst in kurzen Stücken stecken mitunter zwanzig und mehr Bolzen. Wenn jeden Tag ein paar Dutzend dieser Kategorie auf Ihren Tisch flattern, flutscht womöglich der eine oder andere durch. Wir bleiben dran, versprochen.

Herzliche Grüße!

Peter Reinhart