Nr. 42 oder: Vom Glück des Schreibens

Zensur! Manipulation! Unterdrückung!

Hin und wieder ereilt uns der Vorwurf, dass es mit der Pressefreiheit beim Volksfreund ja wohl nicht weit her sei. Beweis: Der überaus wichtige Leserbrief von Herrn ABC zum Thema XYZ ist nicht veröffentlicht worden. Sagt Herr ABC.

Ich antworte dann stets nach bestem Wissen und Gewissen: In dieser Zeitung darf jeder seine Meinung sagen; keine Zuschrift wird aus ideologischen oder weltanschaulichen Gründen aussortiert.

Das heißt nicht, dass alle eingereichten Beiträge automatisch Weiterlesen

Gugg amol der Guggugg guggt

Jörg Busch schickt per E-Mail einen Kurzkommentar: Neue Rechtschreibung beim TV?

Beigefügt ein Ausschnitt der Seite zwei vom 15. Januar, versehen mit dem handschriftlichen Vermerk „Ha Ha“ sowie eingekringelt das Wort „kuckt“ in der Überschrift „Berliner Grüne kuckt bei Julia Klöckner ab“.

Lieber Herr Busch,

vielen Dank für den Hinweis. Es stimmt, der Volksfreund gibt – wie jede andere Publikation – ab und zu Anlass, sich über Rechtschreibfehler zu ärgern. Im vorliegenden Fall ist die Kritik allerdings nur teilweise berechtigt. In unserer Gegend, wie generell im Süden Deutschlands, sagt man gemeinhin „gucken“, im Norden eher „kucken“. Beides ist Weiterlesen

Ein Appell an alle Erdlinge

Louise Kotz aus Bitburg schreibt: Beim Sortieren meiner Papiere fiel mir beigefügtes „Mahn-Schreiben“ in die Hände. Ich weiß nicht, wer der Verfasser ist, aber ich bin ganz seiner Meinung. Ich denke, es ist angebracht, den Text im TV zu veröffentlichen, um Politik und Wirtschaft der ganzen Welt zur Besinnung zu rufen:

„Die Erde spricht:

Ihr habt mir großen Schmerz bereitet, / habt mich verletzt und ausgebeutet. / Seit ewig hab ich euch gegeben, / was alles ihr gebraucht zum Leben.

Ich gab euch Wasser, Nahrung, Licht, / lang hieltet ihr das Weiterlesen

Die Suppe des Statistikers

Hans-Albert Krämer aus Trier schreibt: Als Realist und Pragmatiker bin ich geneigt, unsere Politiker und Wirtschaftsbosse als Fantasten zu bezeichnen. Die Zahlen, die täglich durch die Medien geistern, erschließen sich mir nicht. Deshalb bin ich zum Umrechner geworden und stelle mir die Frage: Wäre das auch zu Zeiten der D-Mark passiert?

Die Verschwendung von Steuergeldern: Nürburgring, Elbphilharmonie, Flughafen Berlin … Der Skandal um die Rente: Wer 35 Jahre lang einzahlt, erreicht nur die Grundsicherung – bei einem Bruttogehalt von 2500 Euro, umgerechnet 5000 Mark! Wer hat damals so viel verdient Weiterlesen