Wehe, wenn sie losgelassen

Stuss in Potenz! Humbug! Popanz! Schwachsinn! Mumpitz! Eine Zumutung! Schmutzblatt! Gotteslästerung!

Liebe Leser,

das sind einige Schlagwörter aus abenteuerlichen Zuschriften und Anrufen, die uns in diesen Tagen erreichen. Meist anonym, aber auch mit Klarnamen, gerade noch druckreif. Andere Vokabeln erspare ich Ihnen.

Was ist bloß los? Die Berichterstattung über die Heilig-Rock-Wallfahrt setzt offenkundig Aggressionen frei. Das Thema erhitzt die Gemüter, polarisiert, emotionalisiert. Für viele Menschen gibt es Weiterlesen

Der Charme des Schwarms

Heinz Juli aus Wittlich schreibt: Der Volksfreund hat sich in der Vergangenheit schwergetan, nachhaltig auf die negativen Folgen des Hochmoselübergangs hinzuweisen. Es ist hinreichend bekannt, dass die Ministerien mit Prognosen leichtfertig umgehen, die dann nicht eintreffen. Siehe Flughafen Hahn und Nürburgring-Desaster. Die vielen Leserbriefe zu diesen Formen der staatlichen Geldverschwendung und Schuldenmacherei beweisen doch, dass Weiterlesen

Politischer Schmäh

Dieter Loeding aus Badem meint: Es wäre wünschenswert, wenn der Volksfreund etwas ausgewogener über das Thema Betreuungsgeld berichten würde, statt einseitig nur die grünen und roten politischen Pseudoexperten zu Wort kommen zu lassen mit despektierlichen Äußerungen unter dem Titel „Herdprämie“. Wie zu erfahren ist, wird dezidierte Kritik von Seiten der Kinder- und Jugendärzte mit Blick auf die frühkindliche Betreuung außerhalb der Familie geäußert und auf die damit einhergehenden hohen Risiken für die seelische und körperliche Gesundheit. Warum also Eltern angreifen, die es vorziehen, ihre Kinder in der häuslichen Umgebung großzuziehen?

Lieber Herr Loeding,

vielen Dank für Ihre Hinweise. Meine erste Reaktion: Wenn das so wäre, wie Sie notieren, hätten wir Prügel verdient. Nach Prüfung der Artikel bin ich jedoch überzeugt: alles okay. Zwei Anmerkungen zu Ihrer Kritik:

Einseitige Berichterstattung? In mehreren Beiträgen haben wir Anfang April den politischen Streit über das geplante Betreuungsgeld aufgegriffen: 150 Euro pro Monat für Eltern, die ihre Kleinen zuhause hüten und nicht in Weiterlesen