Schlag‘ nach bei Shakespeare

Eduard Pelzer aus Irrel schreibt zum Bundesliga-Spiel zwischen Schalke 04 und Bayern München (TV vom 19. September): Es ist schlimm, wenn Schalke-„Fans“ ihren ehemaligen Torhüter so primitiv empfangen. Allerdings ist es noch schlimmer, wenn der Volksfreund dazu ein Foto eines äußerst primitiven Plakats aus dem Schalke-Block auswählt, auf dem deutlich zu lesen ist: „Neuer, du wolltest ein Schalker Junge sein. Jetzt bist du ein Bayern-…“. Ist es unbedingt notwendig, dass der zuständige Redakteur die absolute Unfairness solcher „Fans“ präsentiert? Mit solcher Arbeit kann er jedenfalls dem oft betonten seriösen Anspruch des TV nicht gerecht werden.

Lieber Herr Pelzer,

vielen Dank für Ihren Brief. Grobes Foulspiel? Gelbe Karte für den Volksfreund? Nein.
Die Frage, was berichtet wird, orientiert sich nicht an Kategorien wie „gut“ und „schlecht“, „schön“ und Weiterlesen

Unterm Strich

Herbert Daufenbach aus Wittlich schreibt zum „Beamten-Neidkomplex“ (TV vom 15. September): Wieder einmal ist es Ihnen gelungen, auf die Beamtenschaft einzuschlagen, weil ja die Bevölkerung dahintersteht. Beschämend und dazu mit wenig Sachkenntnis.

Tatsache ist, dass ein Amtsinspektor – Besoldungsgruppe A9, Stufe 10 – im Jahr 2012 bei einer Weiterlesen

Wie im richtigen Leben

Dr. Dirk Halsband aus Kasel schreibt: Liebe TVler, was die Gestaltung der ersten Seite betrifft, fragen wir uns wirklich langsam, wie kompetent Ihre Layouter sind. Ob der „lachende Winzer“ mit großer Kinderschänder-Textzeile darunter oder die lachenden Benefiz-Künstler mit der „vermissten Lolita Berger“.

Es müsste doch endlich mal auffallen, was schon lange Straßengespräch ist: Plakatives Bild mit darunter liegender Schlagzeile werden prima vista und aus der Ferne immer zunächst miteinander assoziiert. Dass das zwei ganz unterschiedliche Themen sind, wird erst auf dem zweiten Blick klarer. Das erscheint dann oft befremdlich und wirkt weder seriös noch professionell.

Im Fall des Winzers hätte ich mich mehr als nur beschwert – das ging ja gar nicht. Vielleicht denken Sie mal darüber nach.

Lieber Herr Dr. Halsband,

vielen Dank für Ihre spannende Diagnose. Wohl wahr: Aus der Distanz (drei Meter? fünf Meter?) wirkt die eine oder andere Titelseite merkwürdig. Ein Bild mit Strahlemännern und eine Schlagzeile, die von traurigen Weiterlesen

Lieber Gott, viel Spaß!

Unter der Überschrift „Antichristen ante Portas“ schreibt Günter Otto Werk aus Vettelschoß im Kreis Neuwied: „Lieber Gott, viel Spaß!“ Da hängt sie vor meinen Augen, die ganzseitige Anzeige. Im hochintellektuellen Dunstkreis des Art Directors Club Deutschland entstanden und bedenkenlos in der FAZ publiziert.

Ich klage an: Mein christliches und religiöses Empfinden und Verständnis wurden auf das Empfindlichste getroffen und beleidigt. Eine mehr als fragwürdige „Kohorte von Antichristen“ besitzt die verdammenswerte und bodenlose Frechheit, dem ALLMÄCHTIGEN „viel Spaß“ zu wünschen!

Lieber Herr Werk,

vielen Dank für Ihren Brief. Ein interessanter Fall, der den Volksfreund nicht unmittelbar berührt, indirekt aber schon. Denn die Gretchenfrage – und alles, was damit zusammenhängt – beschäftigt uns immer wieder.

Faust. Der Tragödie erster Teil. Vers 3415: „Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“, will die fesche Weiterlesen

Schleicher, Schmuggler und Guerillas

Markus Hardt aus Neumagen-Dhron schreibt: Sehr geehrte Volksfreund-Redaktion, ich würde mich freuen, wenn Sie über Ihren Schatten springen könnten und meinen Leserbrief veröffentlichen würden.

Lieber Herr Hardt,

das erfordert, zunächst einmal, keinen Sprung über irgendeinen Schatten. Voilà:

Euro-Rettungsfond und Eurobonds sind nur Verschiebungen der Schuldenprobleme – warum diskutieren wir nicht endlich über Schuldenlösungen? Die Aktivitäten der Euro-Regierungen, die verunsicherten Anleger von Weiterlesen