Der menschliche Makel

Gerhild Scholzen-Wiedmann aus Trier schreibt zur Ausgabe vom 13. Juli: Es ist ja erfreulich, wenn man seinen Leserbrief in der Zeitung wiederfindet. Heute morgen allerdings fiel mir vor Schreck buchstäblich das Frühstück aus dem Gesicht: Da hatten Sie doch ohne Not aus meinem Felix einen Friedrich Mendelssohn-Bartholdy gemacht. Das Gelächter der Trierer Musikfreunde hallte mir bereits in den Ohren, als ich an meinen PC stürzte, um mich zu vergewissern. Gott sei Dank, meine Originalformulierung lautete F. Mendelssohn-Bartholdy. Um mir nun weitere Peinlichkeiten zu ersparen, bitte ich um unverzügliche Richtigstellung!

P.S.: Bei dieser Gelegenheit können Sie sich schon mal etwas Nettes als Wiedergutmachung für diesen Lapsus einfallen lassen.

Liebe Frau Scholzen-Wiedmann,
uhh, einer dieser satanarchäolügenialkohöllischen Fähler. Ei verbibbsch, verflixt und zugenäht! Weiterlesen

Findelkinder und Trittbrettfahrer

Waltraud Rosar aus Trier schreibt: Das Babyfenster ist ohne Zweifel eine sinnvolle Einrichtung. Nach der Aussetzung eines Neugeborenen in einer Trierer Telefonzelle stellt sich jedoch die Frage nach dem Bekanntheitsgrad des Hilfsangebots. Im Volksfreund ist auf der Service-Seite nur die Telefonnummer des Babyfensters angegeben. Es ist wenig wahrscheinlich, dass eine Mutter in der Notsituation, ihr Baby anonym abgeben zu wollen, telefonisch den Standort des Babyfensters erfragt. Es wäre sicher hilfreich, wenn auch die Adresse angegeben würde. Die Gefahr, dass dies zu Missbrauch führen könnte, dürfte gering sein.

Liebe Frau Rosar,

vielen Dank für Ihre Zuschrift und den Vorschlag. Wir haben die Rubrik „Schnelle Hilfe“ auf der Service-Seite ergänzt. Neben der Telefonnummer des Trierer Babyfensters ist nun die Adresse vermerkt: Ruländer Hof, Eingang Böhmerstraße.

Ob Mütter, die ihre neugeborenen Kinder loswerden wollen, die Zeitung lesen? Wir wissen es nicht. Die Berichterstattung trägt im besten Fall dazu bei, Leben zu retten – weil die Säuglinge nicht irgendwo im Weiterlesen

Lingua blablativa

Herr F. schreibt: Ich bin Pendler und werfe ab und zu einen Blick in die luxemburgischen Zeitungen. Da ist mir neulich eine fette Überschrift ins Auge gesprungen, mit der ich nichts anfangen konnte. Es drehte sich irgendwie um den „salariatsfeindlichen Austeritätskurs“ oder so ähnlich. Was, bitte schön, ist das? Wie kann man so etwas auf einer Titelseite melden, ohne es zu erklären? Und warum schaffen es die Politiker – das gilt ja auch für deutsche – nicht, sich so zu äußern, dass es ein Normalmensch kapiert?

Lieber Herr F.,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ich maße mir nicht an, die Arbeit der Zeitungsmacher in Luxemburg zu kommentieren. Aber ich widme mich gern dem Thema im Allgemeinen – weil Sie Fragen anschneiden, die jeden Journalisten in jedem Land an jedem Tag beschäftigen: Wie schaffe ich es, den verquasten Politiker- Weiterlesen