Fegefeuer der Eitelkeiten

Walter Krug aus Trier sieht „Parteien und Medien wieder auf Treibjagd“ und schreibt: Im Fall von Herrn zu Guttenberg schlagen die Empörung, der Neid, die Böswilligkeit und das Pharisäertum in den Parteien und Medien wieder zu. Dabei finden sich in Zeitungen Anzeigen von Ghostwritern zur Abfassung von Doktorarbeiten; und es sind die Möglichkeiten bekannt, wie „verdiente“ Persönlichkeiten und Geldgebende Wirtschaftsbosse einen Doktortitel erwerben können.
Wer in der Wissenschaft tätig ist oder war, weiß, wie die Beurteilung von Doktorarbeiten auch nach wissenschaftlichen Kriterien sehr schwanken kann. Um sich diesem „Dschungelcamp“ zu entziehen, sieht
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Aha-Effekte

Simon Kiebel aus Föhren schreibt: Mit dem Seite-eins-Foto der Ausgabe vom 14. Februar hat der TV einen neuen Rekord in Sachen überflüssigstes Titelbild aufgestellt. Mittlerweile habe ich mich ja an die kitschigen Fotos zum Muttertag und zu ähnlich banalen Anlässen gewöhnt, aber dieses Titelbild zum Valentinstag, gepaart mit der Überschrift „Küsst Euch!“, ist ja fast schon „Bild“-Zeitungs-Niveau. Wem der Valentinstag wirklich wichtig ist, der denkt von selbst daran und braucht nicht durch ein pornografisch Weiterlesen

Das andere Geschlecht

Christel-Maria Ludwig aus Schönecken schreibt zum Thema „Frauenquote“: In der Ausgabe vom 1. Februar ist auf Seite eins und Seite drei des Volksfreunds von Ministerinnen, Entscheidungsträgerinnen und Studentinnen die Rede. Warum kann man nicht auf Seite acht die neuen Pflegekräfte „Absolventinnen“ nennen – alle 22 Neu-Examinierten sind Frauen. Warum tut man sich so schwer mit der Berufsbezeichnung? „Schwester“ oder „Krankenschwester“ scheint tabu zu sein. Es war mal Gesetz, dass nur Examinierte sich Krankenschwester nennen durften.

Liebe Frau Ludwig,

vielen Dank für Ihre Zuschrift. Sie sprechen zwei Aspekte an, die irgendwie mit diesem, ähh, Gender-Dingsbums zu tun haben. Es geht um die Gleichberechtigung in der Sprache und im richtigen Leben. So weit, so gut, so wichtig. Früher wusste jeder: Männer sind anders. Frauen auch. Heute heißt es, politisch korrekt: Alle sind gleich. Im Neusprech Weiterlesen

Schaum vorm Mund

Alois Mayer schreibt per E-Mail zur Berichterstattung im Fall Mirco: Ich habe ein Problem mit gewissen Formen von Nachrichtenübermittlungen. Beispiele:
ARD-Tagesschau vom 27. Januar: Meldung, dass der Fall des entführten Mirco aufgeklärt ist. Es wird ein vollständiges und klares Bild von Mirco gezeigt.
ARD-Tagesthemen vom 27. Januar: Meldung, dass der Fall des entführten Mirco aufgeklärt ist. Es wird ein Bild von Mirco gezeigt, bei dem dessen Gesicht unkenntlich gemacht wurde.
Warum ist das Gesicht einmal erkennbar, das andere Mal nicht?
In der gleichen Sendung: „Mirco ist ermordet worden. Der 45-jährige Olaf H. hat gestanden. Der mutmaßliche Mörder…“ Warum „mutmaßlich“, wenn er doch gestanden hat?
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