Das K-Wort

Monika Meyer schreibt per E-Mail: Die deutschen Medien – auch der Trierische Volksfreund – berichteten vor einigen Tagen lang und breit darüber, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel den Einsatz von Bundeswehrsoldaten in Afghanistan erstmals als „Krieg“ bezeichnet hat. Was ist daran eigentlich so besonders? Es ist doch ein Krieg, oder etwa nicht?
Liebe Frau Meyer,
vielen Dank für Ihre Zuschrift. Krieg! Ein Wort wie Pest und Cholera. Es verheißt Tod, Verderben, unendliches Leid. Grausames Abschlachten. Fürchterliche Not.
Ein solches Wort nehmen Politiker gemeinhin nicht ohne Kalkül in den Mund. Denn: Sprache ist eine Waffe! Weiterlesen

Der kleine Prinz

Einmal im Jahr ist Bescherung, und weil dies die letzte Kolumne vor Weihnachten ist, gibt’s ein Schmankerl. Mehrmals schon habe ich berichtet, welch wundersame Zuschriften mitunter in die Redaktion flattern.
Diese Traktate gehören nach der festen Überzeugung ihrer Urheber unbedingt in die Zeitung. Weil sie, huch, brisante Informationen zur Rettung des Menschengeschlechts enthalten, wenn nicht gar des gesamten Universums.
Man muss es gesehen haben, um es nicht zu glauben: grenzenlose Hirnverzwirnung zwischen Weltgeist und Zeitgeist, zwischen Wahnsinn und Wahrheit, zwischen Fug und Unfug, zwischen Witzelsucht und Aberwitz.
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Getretner Quark

Helmut Marx aus Gusterath schreibt: Der Volksfreund hat unlängst anlässlich der erfolgten politischen Beerdigung der Antikenfestspiele vor einem Kahlschlag bei der Kultur gewarnt. Dieter Lintz fordert, dass im Land der Dichter und Denker nicht nur Lady Gaga und DJ Ötzi das Niveau bestimmen, sondern Einrichtungen, in denen Mozart musiziert, Goethe gespielt und Kehlmann gelesen wird.
Vielleicht sollte der Volksfreund im eigenen Hause damit anfangen, so zu schreiben, dass unser Dichterfürst
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