Pöbelnde Übelkrähen

Michael Hülpes aus Hermeskeil meint zum Thema „Anonyme Kommentare (Spontanäußerungen) zu Berichten auf volksfreund.de“: Ohne sich durch Angabe des Namens und des Wohnorts authentisieren zu müssen, also unter dem Schutz der Anonymität und ohne das Risiko, sich für das Geäußerte rechtfertigen zu müssen, ermöglichen Sie Ihren Internetlesern nicht nur, ihre Meinung zu publizieren, sondern häufig genug aus persönlicher Verärgerung heraus Institutionen, Verwaltungen oder Personen zu verunglimpfen – ohne dass diese sich mit juristischen Mitteln zur Wehr setzen können. Ich bin selbst auch schon Opfer solcher Rufschädigungen gewesen.
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Und er küsste sie auf den …

Michael Hülpes aus Hermeskeil schreibt: Sehr geehrter Herr Reinhart, als Germanist und früherer Deutschlehrer habe ich mich schon immer – unter anderem auch mit meinen Schülern im Unterricht – mit journalistischen Texten befasst. Zunächst ein großes Kompliment zu Ihrer samstäglichen Kolumne, in der Sie sich sehr profund, entsprechende Leserzuschriften aufgreifend, mit sprachlichen, presserechtlichen und presse-„ethischen“ Problemen auseinandersetzen. Meist gelingt es Ihnen, Ihre redaktionellen Entscheidungen plausibel zu erklären, kulturhistorische, rechtliche und sonstige Hintergründe auszuleuchten und das Einverständnis Ihrer Leser zu gewinnen.
Ich möchte zu zwei Rubriken des TV kritisch Stellung nehmen:
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(Nicht) in eigener Sache

Was geht, was geht nicht? Ein neues Kapitel aus der ewig jungen Debatte, warum manche Leserbriefe veröffentlicht werden und andere nicht. Drei Beispiele:
Christian Z. Schmitz ist Regionsgeschäftsführer des Deutschen Gewerkschafts-Bundes in Trier. Er schreibt zur Rubrik „Mensch … Frank Bsirske“ vom 4. Februar: Dieter Lintz scheint zeitlich stehengeblieben zu sein, und das zeigt sich nicht nur an der Symbolik, dass er nicht mitgekriegt hat, dass es die ÖTV seit nunmehr zehn Jahren nicht mehr gibt. So sympathisch und geradlinig diese Sturheit auch erscheinen mag: Das Geschriebene wird nicht richtiger, wenn ideologische Reinkultur des Neoliberalismus bedient wird. […]
Tobias Beck aus Nittel ist Europabeauftragter der FDP im Kreis Trier-Saarburg. Er schreibt zur Berichterstattung über vermutete Zusammenhänge zwischen der Millionen-Spende eines Großhoteliers für seine Partei und der jüngst beschlossenen Steuerermäßigung für die Hotelbranche. […]
Egon Sommer aus Tawern, SPD-Mitglied, bis Juni 2009 lange Jahre im Gemeinderat seines Orts aktiv und nach wie vor im Verbandsgemeinderat Konz, meint, dass es mit der Unabhängigkeit und Überparteilichkeit des Volksfreunds ja nicht weit her sein könne, wenn seine Leserbriefe zum umstrittenen Thema „Golf-Park“ nicht abgedruckt werden. […]

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Vorhersehbar wie Vollmond

Auszüge aus drei längeren Zuschriften: Hans-Joachim Selzer aus Bernkastel-Kues schreibt – zum wiederholten Mal – zur Finanzkrise und den Folgen; er fordert den Umbau der Volkswirtschaft nach dem sogenannten Bandbreitenmodell. Maximilian Meurer aus Wittlich äußert sich – zum wiederholten Mal – zur Partei Die Linke und warnt vor den „Postkommunisten“ und ihren (angeblichen) Plänen, die Republik zu verändern. Bernd Donner aus Konz weist- zum wiederholten Mal – auf die Gefahren von Drogen und Alkohol hin.
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