Tempora mutantur

Margitta Endres aus Wittlich schreibt zum Artikel „Integrieren statt bejammern“, der sich mit den Plänen zum Erhalt der Römischen Villa in Wittlich befasst (TV vom 29. April): Nun wollen wir aber hoffen, dass die Verantwortlichen auf den Autobahnträger schreiben: „Tempora mutantur“ und nicht Mutantor. Überhaupt: ich habe immer wieder und immer öfter den Eindruck, dass der Volksfreund kaum Korrektur gelesen wird, bevor er in Druck geht. Aber ich bleibe trotzdem Abonnentin.
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Herr und Hund

Helmut Keilen aus Trier meint zur Berichterstattung über „Bo“, den Hund der Präsidenten-Familie Obama: Mein Frühstück blieb mir fast im Hals stecken bei der Lektüre des TV vom 14. April. Auf Seite 32 der Bericht „Gestatten, Bo“: 21 mal 17 Zentimeter. Was würde mich eine solche Anzeige kosten? Was bringt dem Leser diese Info? Nicht zu glauben!
Am 16. April dann auf der Titelseite: „Bo Obama zieht ein im Weißen Haus“ (11 mal 18 Zentimeter). Damit noch nicht genug: gleicher Tag, Seite 27: „First-Dog-Alarm in Berne“ (27 mal 13 Zentimeter). Womit haben die deutschen Leser das verdient? Sind wir wirklich auf den Hund gekommen? In meinem großen Bekanntenkreis sind wir einhellig der Meinung, dass diese und ähnliche Themen in die bunte Presse und nicht in diesem Umfang in eine seriöse Tageszeitung gehören. Ihre Antwort glaube ich schon zu kennen, nur weiß ich nicht, woher Sie Ihre Informationen beziehen. Fragen Sie doch einfach im TV nach Zustimmung oder Ablehnung!

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Alle Rechte vorbehalten

Moritz Knispel schreibt: Darf man Artikel aus Tageszeitungen oder Archiven scannen und in anderen Magazinen abdrucken (so ähnlich wie im „Hohlspiegel“, nur länger)? Oder kommt man da ganz schnell in Teufels Küche? Darf man die Texte nur abtippen? Oder nichts dergleichen?
Lieber Herr Knispel,
vielen Dank für Ihre Frage. Das Urheberrecht ist ein weites Feld, manche sagen auch: vermintes Gelände. Das Gesetz (UrhG) schützt persönliche geistige und künstlerische Schöpfungen, zum Beispiel Literatur, Malerei, Musik, Wissenschaft, Theater, Film, aber möglicherweise auch Werbeslogans oder Zeitungsartikel – wenn es sich um eigenständige, individuelle, kreative Leistungen handelt.
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Silbriger Glanz

Maria-Theresia Schaeidt aus Trier schreibt: Ich bedauere ehrlich, dass wir in Trier keine bessere Tageszeitung haben. Eine gute Zeitung muss allen Lesern ausgeglichen erscheinen, nicht so tendenziös wie der TV. Der Leser durchschaut die Tendenz der Zeitung und ist unangenehm berührt, besonders wenn Politiker der Gegenseite möglichst mit den schlechtesten Fotos dargestellt werden – wie zuletzt, als dieser starke, attraktive amerikanische Präsident mit dem schlechtesten Bild und noch dazu auf der Titelseite gezeigt worden ist. Sind die Männer, die das aussuchen, neidisch auf diese wirklich schillernde Persönlichkeit? Die Frage, ob Obama schon graue Haare bekommt, auf Seite eins zu erörtern, ist primitiv, das interessiert doch niemanden. Andere Male ist es das unangenehmste Foto, das man auftreiben kann, von unserer Kanzlerin.
Bitte ein bisschen mehr Respekt und Anstand den Andersdenkenden gegenüber. Der TV erscheint mir eher reißerisch, nicht mitreißend. Lassen Sie mehr die intelligente und edle Seite zum Klingen bringen.

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