Zurück zu den Wurzeln

Johannes Jahn aus Jünkerath schreibt: Ich ärgere mich maßlos, wenn in unserer Ausgabe („Gerolstein“) Artikel angekündigt werden, die uns in der Verbandsgemeinde Obere Kyll betreffen und dann nicht erscheinen oder ein bis drei Tage später aus dem Prümer Lokalteil kommen. Wir haben nichts mit dem Prümer Lokalteil zu tun! Wir leben im Vulkaneifelkreis und nicht im Eifelkreis Bitburg-Prüm! Ist das in Trier so schwer zu verstehen? Da ich die Zeitung meistens im Zug lese, wäre ein kleineres Format sehr gut. Ähnlich der Welt kompakt. Bitte denken Sie mal darüber nach.
Lieber Herr Jahn,
vielen Dank für Ihre Hinweise. Der TV hat die lokale Berichterstattung in den vergangenen Jahren konsequent ausgebaut. Aus sechs Ausgaben sind mittlerweise zwölf geworden (siehe Karte): Trier (Kürzel ST), Trierer Land (TL), Konz (KO), Saarburg (SAB), Hochwald (HW), Bitburg (BIT), Prüm, Daun, Gerolstein (Gero), Wittlich (WIL), Mosel (MO) und Hunsrück (HU). Das Ziel: ganz nah bei den Lesern zu sein!
Weiterlesen

Das Massaker und die Medien

Der Amoklauf von Winnenden mit 16 Toten hat tagelang die Medien und die öffentliche Diskussion beherrscht. Mehrere TV-Leser merken dazu an: Mal wird der Name des Täters gar nicht genannt, mal abgekürzt, mal komplett ausgeschrieben. Mal wird er auf Fotos unverschlüsselt gezeigt, mal mit einem schwarzen Balken oder digital gepixelt. Nach welchen Kriterien wird hier verfahren?
Stefan Kalsch aus Trier schreibt, dass er im Internet ein verwackeltes Handy-Video gesehen hat, das die letzten Minuten des Amokläufers zeigt: wie er vor einem Autohaus herumläuft, schießt und schließlich tot am Boden liegt. Der gesunde Menschenverstand und der Respekt gebietet es, solch schreckliche Bilder nicht online zu stellen, meint Herr Kalsch: Es gibt Grenzen – auch im Journalismus!

Liebe Leser,
vielen Dank für Ihre Zuschriften. Bei jedem Bericht über Verbrechen, Mord und Totschlag stellt sich die Frage: Was ist erlaubt, was ist verboten? Dürfen die Namen und Bilder von Tätern und Opfern veröffentlicht werden? Journalisten müssen stets sorgfältig abwägen. Das allgemeine Persönlichkeitsrecht ist ein hohes Gut, es wird aus Artikel eins (Menschenwürde) und Artikel zwei Absatz eins (Handlungsfreiheit) des Grundgesetzes abgeleitet – auch Schwerkriminelle haben einen Anspruch darauf. Sie dürfen zum Beispiel verlangen, dass alte Geschichten nicht Jahre nach einer Verurteilung noch einmal in die Öffentlichkeit gezerrt werden.
Weiterlesen

Von Eifelanern und Moselern

Alois Mayer schreibt per E-Mail: Ich habe eine Grammatik-Frage, vielleicht können Sie mir helfen. Es geht darum, wie die Bewohner einer Ortschaft genannt werden. Wer in Daun wohnt, ist ein Dauner, klar, und wer in Steineberg lebt, ist ein Steineberger. Aber wie ist es etwa bei Steiningen (Steiningener oder Steininger?), Dahnen (Dahnener oder Dahner?), Bingen (Bingener oder Binger?) – ich habe (noch) keine Regel gefunden.
Lieber Herr Mayer,
vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ein spannendes Thema, das uns in der Redaktion fast täglich beschäftigt und immer wieder muntere Debatten auslöst! Heißt es Eifler, Eifeler oder Eifelaner? Darüber wird im Landstrich zwischen Bitburg, Daun und Prüm trefflich gestritten. Die gängigste Variante ist Eifeler, und die verwenden wir auch im TV. Die Moselaner dagegen sind sich einig, sie lehnen den Moseler ab.
Weiterlesen

Der nackte Wahnsinn

Eduard Pelzer aus Irrel schreibt zur Karnevals-Berichterstattung im Trierischen Volksfreund: Die Auswahl der Fotos für den Bericht „Schmuddelwetter und nackte Tatsachen“ beweist ein weiteres Mal in erschreckendem Maß, dass sich Ihre „Zeitung“ auf einem permanenten Weg redaktioneller Dekadenz befindet. Was Sie da präsentiert haben, ist thematisch in Text und Foto ein Gipfel von Geschmack- und Niveaulosigkeit. Sie haben mit dieser Darstellung das sittliche Empfinden vieler Menschen erheblich verletzt und eine große Zahl von Noch-TV-Lesern rücksichtslos beleidigt. Sie hätten allen Grund, sich dafür bei Ihrer Leserschaft zu entschuldigen.
Lieber Herr Pelzer,
vielen Dank für Ihren Brief. Ich bedaure, dass Ihr sittliches Empfinden verletzt worden ist, und erkläre gerne, warum die Redaktion entschieden hat, die „nackten Tatsachen“ in der Zeitung zu veröffentlichen.
Weiterlesen

Spielregeln für Fundkatzen

Alexandra Schording aus Trittenheim schreibt: Als regelmäßiger Besucher der Webseite des Eifeltierheims Altrich habe ich mit Befremden dort lesen müssen, das der TV keine Artikel für Fundkatzen mehr abdrucken möchte.
Als TV-Leser und Tierliebhaber möchte ich Sie bitten, auch weiterhin dem Tierheim Altrich zu helfen. Es wird über so viele unwichtige Sachen berichtet, da müsste es doch möglich sein, dass man den armen Tieren hilft.
Weiterlesen