Kranke Hirne

Karin Nossem aus Aach schreibt: Was denken Sie sich dabei, zum Artikel über Kindesmissbrauch einen Computer-Bildschirm mit einer kinderpornografischen Darstellung abzudrucken, auf der lediglich die Augen des Kindes und die Geschlechtsteile mit einem schwarzen Balken abgedeckt sind? Der Rest des Bildes ist völlig unverschlüsselt. Das kann doch wohl nicht wahr sein! Damit machen Sie sich in meinen Augen selbst strafbar! Ein solches Bild unverschlüsselt in einer Tageszeitung zu verbreiten, kann man nicht mehr als gedankenlos bezeichnen, das ist unverantwortlich. Schauen Sie sich das Bild einfach mal an und überlegen Sie, wie viele kranke Hirne Sie damit auf dumme Gedanken bringen. Dass Kinderpornografie äußerst abstoßend ist, kann man sich als „normal“ veranlagter Mensch auch ohne Ihre Bildchen vorstellen. Danke für so viel Feingefühl!

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Hallo, hier Lahmar-Schadler …

Christel Ludwig aus Schönecken schreibt zum Artikel „Doppel-Namen ohne Chance“ (TV vom 14. Januar): Ist Sabine Leutheusser-Schnarrenberger nur die Ausnahme von der Regel? Oder wie erklärt sich das?


Liebe Frau Ludwig,
vielen Dank für Ihr Schreiben. Es ist bei den Doppel-Namen wie auch sonst im Leben: Ausnahmen bestätigen die Regel. In dem Artikel ging es um eine Studie der Kölner Agentur „Endmark“, die sämtliche Bundes- und Landtagswahlen der vergangenen 30 Jahre analysiert hat. Das Ergebnis: je komplizierter der Name, desto weniger einprägsam – und weniger erfolgreich. Umgekehrt: Kandidaten mit Allerwelts-Namen wie Schmidt, Kohl oder Schröder haben automatisch bessere Chancen beim Wähler als, sagen wir mal, ein Schäfer-Gümbel. So weit die Statistik.

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Holt mich hier raus!

Hans-Josef Lörscher aus Altrich schreibt: Reicht es denn nicht, dass nach jeder Gottschalk-Sendung groß und breit darüber berichtet wird? Muss jetzt auch noch die Werbetrommel für völlig hirnlose Fernsehprogramme der Privatsender im TV gerührt werden? In Riesen-Aufmachern wird der Starttermin des „Dschungel-Camps“ propagiert, und es wird ohne jegliche Kritik darüber berichtet. Ist das das neue Niveau des TV?
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Neues im Netz

Maria Hansen schreibt: Nach anfänglicher Gewöhnung an den neuen Stil muss ich Ihnen ein großes Lob für die Gestaltung der Zeitung aussprechen. Vor allem, dass Sie auch die Kinder ansprechen. Hoffentlich lesen die das auch! Es ist bestimmt nicht einfach, jeden Tag etwas Spannendes für die Leser zusammenzustellen. Das Lob wollte ich mal loswerden. 

Liebe Frau Hansen,

vielen Dank für Ihren Brief. Immer etwas Neues zu bieten, ist unser Ziel. Mal ist es die Gestaltung der Zeitung, die wir zuletzt vor zwei Jahren verbessert haben, mal sind es redaktionelle Inhalte wie die Nachrichten für Kinder, die es seit eineinhalb Jahren gibt.

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Warum das Christkind ein Mädchen ist

Adolf Bales aus Oberweis schreibt: Offensichtlich werden nur die schönsten Mädchen zum Christkind gekürt. Wenn ich im Religionsunterricht richtig gehört habe, war Jesus von Kopf bis Fuß ein Mann. Wenn er aber ein Mann war, dann war er in der Krippe, also als Christkind ein Knabe. Das Christkind war demgemäß kein Mädchen. Ebenso ist es doch mit den Engeln! Da gab es den Erzengel Michael, den Erzengel Gabriel und viele andere, waren das etwa Frauen?

Meine Frage: Warum können nur hübsche, junge Mädchen das Christkind symbolisieren? Haben Knaben nicht das Zeug und die Anmut, um das Christkind darzustellen?

Ich freue mich zwar, dass es ist, wie es ist, möchte auch, dass es so bleibt, wie es ist! Wissen möchte ich trotzdem, warum es so ist.

Lieber Herr Bales,

vielen Dank für Ihren Brief. Ich habe einige Informationen gefunden, die Ihre Frage hoffentlich beantworten. Zusammengefasst: Das Christkind ist nicht mit Jesus gleichzusetzen. Und dass es meist als Mädchen daherkommt, hat offenbar mit historisch gewachsenem Brauchtum zu tun.

Ingeborg Weber-Kellermann schreibt in ihrem Buch „Das Weihnachtsfest. Eine Kultur- und Sozialgeschichte der Weihnachtszeit; erschienen 1987,  auf Seite 98: „Das gabenbringende Christkind ist keineswegs identisch mit dem neugeborenen Erlöserkind in der Wiege.“ Und im Weiteren: „Das Christkind […] scheint jenen vielfältigen Umzugsbräuchen zu entstammen, in denen außer Maria und Joseph mit dem Jesuskind als Herolde und Begleiter engelhafte Gestalten mitgingen, weißgewandete Mädchen mit offenem Haar, deren Anführerin das häufig verschleierte ‚Christkind‘ war.“

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Wer will, der kann

Egon Weyand aus Butzweiler schreibt: Seit Jahren bin ich eifriger Leser des TV und schaue seit einiger Zeit auch täglich die Online-Version an. Was mir da sehr negativ auffällt, ist die textliche Ausgestaltung der täglichen „Neuen Kommentare“ zu den Topthemen des Tages. Da tummeln sich aber auch wirklich alle, die einen PC haben und glauben, sie müssten zu allem und jedem ihre nach eigener Version allein seligmachende Meinung äußern.

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