Auf einer Glatze Locken drehen

Egon Kappes aus Zeltingen-Rachtig schreibt zur Ausgabe vom 16. Januar: Die „Kultur“ sollte heute besser den Titel „deutsche Unkultur“ tragen. Wollten Sie mit dieser Seite, die ich sonst sehr schätze, provozieren und Auswüchse deutscher Unkultur hoffähig machen? Es ist schon schlimm genug, dass das chaotische RTL-Camp immer noch seine Quoten bringt. Warum helfen Sie dabei mit?

Aber auch die Fällung der Buche in Dresden ist ja mal wieder typisch. Da wird ein Jahrhundert-Baum bei der Weiterlesen

Kein Bakschisch

Herr M. aus Irsch (Kreis Trier-Saarburg) schreibt zur Titelseite vom 4. Januar: Gezeigt wird ein Foto mit der Überschrift „Kenia – Ein Land in Aufruhr“. Der Text zum Foto suggeriert, dass ein Mann sich durch einen Sprung vor dem Feuer rettet. Meiner Meinung nach ist offensichtlich, dass es sich hier um ein gestelltes Foto oder, noch schlimmer, um eine Foto-Montage handelt. Es hat nichts mit verantwortlichem Journalismus zu tun, wenn man in Krisengebieten durch Zahlung von Bakschisch reißerische Aufnahmen stellt. Noch schlimmer ist es, dies mit Foto-Montagen zu tun und den Leser zu betrügen.

Lieber Herr M.,

wir haben Ihren Hinweis intensiv geprüft und mit den Kollegen der deutschen Presse-Agentur (dpa) erörtert, vor allem Ihren Eindruck, das von dpa aus Nairobi gelieferte Bild sei montiert oder gestellt. Alexander Weiterlesen

In der Region, für die Region

Albert Borrelbach aus Koxhausen fragt: Warum wird der TV nicht in Nachrichten oder im Pressespiegel zitiert und erhält somit eine überörtliche Visitenkarte?

Lieber Herr Borrelbach,

vielen Dank für Ihre Frage. Es gibt in Deutschland mehr als 300 Tageszeitungen, dazu hunderte Zeitschriften, Magazine, Fernseh- und Radiosender sowie immer mehr Online-Anbieter. Sie werden unterschiedlich wahrgenommen. Auf der Bundes-Bühne dominieren überregionale Medien, auf den lokalen Schauplätzen die regionalen „Platzhirsche“. Der Trierische Volksfreund setzt zwischen Eifel und Hunsrück, Weiterlesen

Konfuzius sagt

Herr K. aus Trier ärgert sich über englische Wörter in Zeitungsartikeln, etwa den Begriff „Indoor“ im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Kartbahn in Bitburg. Zumindest sollten Fremdwörter übersetzt und erklärt werden!
Lieber Herr K.,
die ganze Kunst der Sprache besteht darin, verstanden zu werden. Das hat der chinesische Meisterdenker Konfuzius vor rund zweieinhalb Jahrtausenden gesagt. Weise Worte, zeitlos gültig. Und für Journalisten im Zeitalter der Massenmedien ja wohl eine Selbstverständlichkeit. Von wegen!
„Mein Leben ist eine Giving-Story. Ich habe verstanden, dass man contemporary sein muss, das Future- Weiterlesen