Nur Freund, nicht Feind

Ob Sie es glauben oder nicht: Ich bin dankbar für Kritik, die Sie, liebe Leser, am Volksfreund oder generell an den Medien äußern. Ich versuche, daraus zu lernen. Und ich verstehe, dass manches, was Journalisten tun (oder nicht tun!), Sie verärgert oder gar Ihr Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Zunft erschüttert. Kein Ding, lassen Sie uns darüber reden.

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Die Sache mit der Maus

Mal unter uns, liebe Leserin, lieber Leser: Sie erwarten, dass wir wahrhaftig berichten; Sie erwarten, dass wir aufrichtig berichten; Sie erwarten, dass wir ehrlich berichten. Ich sage: Jawoll, das versuchen wir, das tun wir nach bestem Wissen und Gewissen. Klar: Irren ist menschlich, Fehler passieren, aber alles in allem attestiere ich der Redaktion des Volksfreunds: das passt, das läuft.

Gestatten Sie, dass ich heute einen klitzekleinen Wunsch an Sie richte, Leserbriefe betreffend. Bitte schreiben und bleiben Sie so wahrhaftig, aufrichtig und ehrlich, wie Sie das von uns Journalisten – zu Recht – einfordern.

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Danke, Mr. Auster!

Gut, dass in der Welt täglich stets so viel passiert, dass es gerade in eine Zeitung passt. Das ist ein hübscher Satz des Wiener Polemikers Karl Kraus (1874 bis 1936). Hat natürlich nie gestimmt. Vor hundert Jahren nicht, und erst recht nicht in der Jetztzeit, in der die Nachrichten pausenlos auf uns einprasseln. Es passiert immer mehr als reinpasst. Immer.

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Neuigkeiten von der alten Tante

Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten, sagen manche Journalisten. Weil schlechte Nachrichten die Leute vom Hocker reißen, nicht die guten. Die sind ja normal. Und um die Normalität braucht sich keiner zu kümmern.

So isser halt konfiguriert, der Homo sapiens, seit jeher: ängstlich und vorsichtig. Stürzt sich auf jede böse Geschichte. Will alles darüber wissen. Könnte ja sein, dass ihm selbst Gefahr droht und er sich schnell in die Büsche schlagen muss.

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Vergiftete Sprache

Gibt es verbotene Wörter? Wörter, die tabu sind, zum Beispiel, weil die Nazis sie verseucht haben? Ja, gibt es, und es kommt auch auf den Zusammenhang an, in dem sie verwendet werden, auf den Kontext.

Leser A. aus Morbach schreibt, der AfD-Mann Björn Höcke verzapfe „bösartigen Mist“ und sei „zumindest teilverrückt“, aber in einem habe er doch vollkommen recht, nämlich das Holocaust-Mahnmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin ein „Denkmal der Schande“ zu nennen. Dieser Begriff sei sogar noch viel zu schwach, um auszudrücken, was die „verbrecherischen Lumpen, Massenmörder und Menschenverächter im Tausendjährigen Reich“ angerichtet haben. Weiterlesen