Oma Finchens Wundertüte

Hanns-Georg Salm aus Gondenbrett schreibt: Sehr geehrte Redaktion, wissen Sie, was Ihrer Zeitung fehlt? Ein fester Platz für Informationen der Landesregierung und des Landtags aus Mainz.

Wer gegenwärtig Vorgänge, die in Mainz ihren Ursprung haben, konsequent verfolgen möchte, der muss erst einmal auf die Suche gehen. Alles, was in Mainz geschieht, steht in Ihrer Zeitung bunt gestreut zwischen anderen Meldungen, und man kann sich Weiterlesen

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Entschuldigung, liebe Kenner!

Peter Thesen schreibt zum Artikel „Ein Hobbyheimwerker und ein Charmeur im Cockpit“ (TV vom 17. März): Diesen Beitrag kann ich als Bürger des schönen Moselorts Kenn so nicht hinnehmen. Diese Unterstellung im ersten Satz („Nur ein Kenner kann die Maschine vom Kurs abgebracht und ihre Sender ausgestellt haben […]“) ist eine allgemeine Hetze gegen uns Kenner. Stellvertretend für die Kenner weise ich diese Verdächtigung entschieden zurück!

Lieber Herr Thesen,

o weh, das tut mir leid, ich bitte in aller Form um Entschuldigung. Was für eine fatale Falschmeldung: Ein Kenner, der für das Verschwinden des malaysischen Flugzeugs MH 370 verantwortlich wäre? Der womöglich Hunderte Menschenleben auf dem Gewissen hätte? Kann nicht sein. Darf nicht sein.

Recherche! Ich erkundige mich beim Kenner Polizeichef. Nein, sagt der. Es würden zwar einige Kenner steckbrieflich gesucht, auf der Liste der Verdächtigen seien jedoch keine Flugzeugentführer zu finden. Bloß Diebe, Autoknacker und Drogenhändler. Weiterlesen

Ich lüge jetzt

Anneliese Niesen aus Kalenborn-Scheuern schreibt: Sehr geehrter Herr Reinhart, sehr gerne lese ich die Kolumnen von Ihnen und Herrn Lintz, sie sind sehr intelligent und oft einfach köstlich.

Eine Anmerkung zu einem Leserbrief unter der Überschrift „Eppes für lau“ (TV vom 15./16. März): Herr Daufenbach meint, es wäre kein Problem, Kerzen und Petroleumlampen für den Fall eines Stromausfalls zu besorgen, „denn solche Teile sind sicher schnell per Internet verfügbar.“ Wie denn, wenn Stromausfall ist?

Ich danke Ihnen für die wöchentlichen Beiträge, ich freue mich immer darauf.

Liebe Frau Niesen,

vielen Dank für Ihre freundlichen Worte.

Ja, mit der Logik ist das so eine Sache. Sie haben ganz offensichtlich die undichte Stelle in einer Argumentation entdeckt, einen Denkfehler. Ungewöhnlich? Nein – derlei Weiterlesen

Foul ist, wenn der Schiri pfeift

Josef Hertin aus Euskirchen schreibt: Dem Trierischen Volksfreund kann man zu seiner langen Tradition und seinem Geschäftserfolg nur gratulieren, trotz der netten Menschen, die sich an Rechtschreibfehlern aufgeilen und gerne den Oberlehrer mimen. Niemand ist vollkommen, wie Peter Reinhart von der Chefredaktion immer sagt.

Das Geheimnis des Erfolgs liegt darin, dass der Volksfreund sich mühelos den Erwartungen und der Philosophie der Leser anpasst. Mein einziger Weiterlesen

Liebe Frau Lichtblick …

Hella Lichtblick aus Entlarvungsheim bei Trier schreibt, sie sei eine aufmerksame Leserin. Bei dem kürzlich zum Bericht über den Astronauten Buzz Aldrin gezeigten Foto der Mondlandung handele es sich um eine „sehr schlechte Fälschung“. Es folgen viele Zeilen der Beweisführung. Und der Hinweis: „Da ich nicht ins Visier von amerikanischen Agenten vom Schlage der NSA geraten möchte, bleibt mein Name natürlich anonym. Mal sehen, ob Sie den Mumm haben, meine demaskierende Analyse in Ihrer Zeitung zu veröffentlichen. Wetten, dass nicht?!“

Liebe Frau Lichtblick,

Kompliment, Sie haben sich ein schnuckeliges Pseudonym ausgedacht. Echt witzig. Weiterlesen

Die Wächter

Klaus Finken aus Birgel in der Eifel schreibt: Immer stelle ich fest, dass Ihre Redakteure, zum Beispiel Fritz-Peter Linden und Mario Hübner, ihre Meinung zu bestimmten Ereignissen, Artikeln äußern. Wer will schon die unmaßgebliche Meinung des Redakteurs lesen?

Hier wird die Meinung eines Einzelnen veröffentlicht, die stark tendenziell gefärbt ist. Die Äußerungen werden ohne entsprechendes Hintergrundwissen, ohne Anhörung aller Sichtweisen und ohne Kenntnis der Rechtslage veröffentlicht, um Einfluss auf die Meinungsbildung zu nehmen.

Wenn der TV als unabhängig und neutral gelten beziehungsweise werden will, sollten die Redakteure sich zurückhalten.

Lieber Herr Finken,

vielen Dank für Ihre Mail. Eine Zeitung ohne Meinungsbeiträge? Hmm, das würde bedeuten: keine Kommentare, keine Glossen, keine Theaterkritiken, keine Analysen, Weiterlesen

Das Ende der Geschichte

Tobias Mai aus Zeltingen-Rachtig schreibt: Lektor = Fehlanzeige? Der TV entwickelt sich langsam, aber sicher zum Käseblatt Nummer eins. Kaum eine Ausgabe erscheint ohne Rechtschreibfehler oder sachlich falsche Artikel. So werden Reiseführer auf der Titelseite schon mal zu Reisführern, Eichen stürzen nicht kurz vor 22 Uhr, sondern nur mal kurz auf Häuser, oder der 1. FCK gewinnt gegen Köln, obwohl sie nicht einmal gegeneinander gespielt haben. Der Unterschied von fünf Kunden und fünf Prozent ist den Verfassern der Artikel auch nicht bekannt. Da könnte ich noch lange weiterschreiben.

Vielleicht sollte man einfach mal Korrektur lesen, was in Ihrer Zeitung jeden Tag veröffentlicht wird. Zumindest eine Titelseite ohne Inhalts- und Rechtschreibfehler kann man für sein Geld ja wohl erwarten!

Lieber Herr Mai,

vielen Dank für Ihre Mail. Ja, das ist sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr sehr Weiterlesen

Der Jo-Jo-Effekt

Thomas Plein schreibt per Mail: Warum gibt es schon wieder eine Diätenerhöhung, aber keinen flächendeckenden Mindestlohn?

Lieber Herr Plein,

das ist ganz einfach: Für die Erhöhung der Diäten findet sich flugs eine politische Mehrheit, für die Einführung des Mindestlohns nicht (zumindest nicht für alle Branchen und Berufe und schon gar nicht ohne schier endloses Gezänk und Gezerre).

Das Zetermordio ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Wenn die Abgeordneten sich anschicken, ihre Bezüge „anzupassen“, schreit die gequälte Volksseele auf. Seit zweieinhalbtausend Jahren, seit die Griechen die Demokratie austüftelten: Wer die athenische Volksversammlung besuchte, erhielt – ähnlich wie Geschworene des Weiterlesen

Hinter eines Baumes Rinde

Frau F. aus Trier schreibt: Das eklige Dschungel-Camp von RTL nervt! Warum werde ich nicht wenigstens in meiner Zeitung davon verschont?

Liebe Frau F.,

vielen Dank für Ihre Zeilen. Kein Widerspruch: Das RTL-Format „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ ist der letzte Sch… und so was von be… und … nein, ich widerstehe der Versuchung, abzulästern. Hinter eines Baumes Rinde  ruft die Made nach dem Weiterlesen

Jeder nach seiner Fasson

Hans-Albert Krämer aus Trier schreibt: Zur Demokratie gehört ohne Zweifel auch die Religionsfreiheit. Aber in vielen Ländern dieser Erde gehört die Religion nicht zur Demokratie, sondern bestimmt die Staatsform des jeweiligen Landes. Warum passt das nicht zusammen? Warum gibt es keine Gipfel der Kirchenoberhäupter, gleich denen der Staatsoberhäupter? Warum nimmt keiner das Wort Glaubenskriege in den Mund? Viele offene Fragen, die keiner beantworten will. Ich jedenfalls verstehe nur noch Bahnhof.

Lieber Herr Krämer,

oje, das ist ein weites Feld. Heerscharen von Gelehrten und Publizisten haben es abgeschritten, vermessen, begutachtet; ihre Befunde füllen Bibliotheken. Ich versuche in aller Bescheidenheit, einige Gedanken zur Begriffsklärung beizusteuern.

„Die Demokratie ist die schlechteste Regierungsform, abgesehen von all den anderen.“ Ein Bonmot von Winston Churchill aus einer Unterhaus-Rede im Jahr 1947. Dem Weiterlesen